WM-Kolumne

Doppeladler? Das ist doch kein Grund für eine Sperre

Einige Schweizer jubelten im Spiel gegen Serbien mit dem Doppeladler-Symbol

Einige Schweizer jubelten im Spiel gegen Serbien mit dem Doppeladler-Symbol

Mit einer grossartigen Leistung in der zweiten Halbzeit drehte die Schweizer Nati noch die Partie gegen Serbien. Wegen den Diskussionen um die Doppeladler-Affäre gerät jedoch die sportliche Leistung in den Hintergrund. Schade!

Die Schweiz gerät gegen Serbien in Rückstand und dreht nach der Pause die Partie. Was für eine Leistung! Nun diskutieren aber die meisten über den Doppeladler.

Schade, schade, denn dadurch rückt dieser tolle Sieg in den Hintergrund. Das extreme Echo, welches die Gesten von Granit Xhaka, Xherdan Shaqiri und Stephan Lichtsteiner ausgelöst haben, übertönt die sportliche Leistung der Schweizer Mannschaft. Und noch etwas: Für mich gibt es in diesem Fall sicher keinen Grund, Schweizer Spieler zu sperren, das wäre ein falsches Signal.

Die Schweiz hat in zwei schwierigen Spielen gegen Brasilien und Serbien vier verdiente Punkte geholt – da sage ich: Kompliment, da hat das Team nicht viel falsch gemacht. Das gibt viel Selbstvertrauen. Jetzt muss das Schweiz Nationalteam gegen Costa Rica den Sack zumachen.

Konsequenzen nach Adler-Jubel?

Konsequenzen nach Adler-Jubel?

Der SFV-Verbandspräsident äussert sich zum Torjubel Xhakas und Shaqiris. Er rechnet mit einer schnellen Entscheidung.

Aber: Ein solch anstrengendes, kräftezehrendes WM-Turnier kann ein Team nicht durchstehen, wenn immer dieselben elf Spieler eingesetzt werden. Darum glaube ich, dass es auch im letzten Gruppenspiel Wechsel braucht, vielleicht schon zu Beginn, spätestens nach der Halbzeit.

Denken wir aber bereits weiter: Gegen wen wollen wir – wenn die Schweiz die Gruppe übersteht – im Achtelfinal lieber spielen? Mexiko? Deutschland? Ich glaube, Mexiko ist einfacher zu schlagen, Punkt! Ich glaube, Deutschland hat mehr Qualität zu bieten, der deutsche Wagen kommt langsam ins Rollen.

Wenn ich mich jetzt entscheiden müsste, wer im Juli Weltmeister wird, dann ist das gar nicht so einfach. Die Grossen vermochten bislang zumeist noch nicht richtig zu überzeugen. Die Kleinen sind topfit, sind gut geschult und halten mit wenigen Ausnahmen mit. Belgien scheint mir im Moment ein Titel-Kandidat zu sein. Die Belgier verfügen im Angriff und im Mittelfeld über hervorragende Einzelspieler, die eine Partie entscheiden können.

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