WM 2018
Doppel-Adler-Diskussion: Jetzt reden die Bosse der Schweizer Nati

Nach dem 2:1-Sieg gegen Serbien ist die Schweizer Fussball-Nati auf Kurs Richtung WM-Achtelfinals. Doch zu reden gab auch der Jubel von Granit Xhaka, Xherdan Shaqiri und Stephan Lichtsteiner, die den albanischen Doppel-Adler zeigten. Eine Provokation oder Ausdruck von Emotionen.

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Der Schweizer Torjubel sorgt für Aufsehen.

Der Schweizer Torjubel sorgt für Aufsehen.

LAURENT GILLIERON

Nicht die Spieler, nicht der Trainer traten am Tag nach dem 2:1-Sieg der Schweiz gegen Serbien im zweiten WM-Gruppenspiel vor die Medien. Sondern Generalsekretär Alex Miescher und der Nati-Delegierte Claudio Sulser. Und natürlich gab es nur ein Thema: den albanischen Doppel-Adler. Allenfalls drohende Sperren durch die Fifa. Und gar nicht: das Spiel gegen Costa Rica, in dem es für die Schweiz um den Gruppensieg geht. Das sagten die Nati-Bosse:

Alex Miescher, Generalsekretär

«Wir sind nicht die Experten. Wir können uns nicht in diese Situation reinfühlen, in der diese Spieler stecken. Wir sagen auch, dass man das Leibchen nicht ausziehen soll. Und trotzdem ist es passiert. Wir hatten zweimal Grund zu dieser Diskussion, weil wir zwei Tore geschossen haben. Ich hoffe einfach, dass der Freude über den Punktestand auch Raum gegeben wird.»

Claudio Sulser, Nati-Delegierter

«Es war eine spontane Reaktion, eine Handlung im Affekt, nichts Schlimmes und auch nichts, das böse gemeint war. Schon bei der Schweizer Hymne wurde gepfiffen, das war nicht einfach. Darum ist diese Reaktion menschlich. Es war keine politische Reaktion. Die Emotionen sind sehr hoch gegangen, das darf man nicht vergessen. Es ist schade, dass nach einer solchen Leistung über diese Dinge gesprochen wird. Wir schauen nach vorne.»

2014 hatte der Spielerrat - bestehend aus Steve von Bergen, Valon Behrami, Granit Xhaka, Pajtim Kasami, Xherdan Shaqiri, Gökhan Inler und Stephan Lichtsteiner - im Panorama Spa & Resort in Feusisberg im Beisein von Trainer Vladimir Petkovic entschieden, dass die Spieler künftig auf Gesten wie den albanischen Doppel-Adler verzichten sollen.

Serbien hatte nach der Partie eine Bestrafung der Schweizer gefordert. Die Fifa ist bisher aber noch nicht eingeschritten. Claudio Sulser geht Stand jetzt auch nicht davon aus. «Für mich ist es keine politische Mitteilung, aber ich bin auch nicht objektiv. Wir werden sehen, was passiert.» Man konzentriere sich auf das Spiel gegen Costa Rica vom Mittwoch. (sih)

Die Schweiz jubelt nach dem 2:1-Siegtreffer von Xherdan Shaqiri.
58 Bilder
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Gesprächsbedarf zur Pause: Xherdan Shaqiri diskutiert mit Aleksandar Mitrovic
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RUSSIA SOCCER FIFA WORLD CUP 2018
Xherdan Shaqiri gegen Halb-Serbien
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Mitrovic bringt Serbien dank eines Kopfballtreffers in Führung
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0:1 - Yann Sommer bleibt machtlos
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Aleksandar Kolarov im Zweikampf mit Xherdan Shaqiri
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Die Startelf der Schweizer
Die Startelf der Serben
Xherdan Shaqiri spielt sich ein
Haris Seferovic grüsst Serbiens Mittelfeldspieler Adem Ljajic
Er trägt sie: Xherdan Shaqiris Kickschuhe mit der Schweizer und der kosovarischen Flagge.
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Die Schweiz jubelt nach dem 2:1-Siegtreffer von Xherdan Shaqiri.

LAURENT GILLIERON

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