Nationalmannschaft

Dopingkontrolle bei der Nati

Lichtsteiner und Padalino

Lichtsteiner und Padalino

Überraschender Besuch im Schweizer Nationalmannschafts-Camp in Crans-Montana. Acht Internationale mussten Blut und Urin lassen.

Ausgerechnet am ersten freien Tag im WM-Vorbereitungscamp erhielt das Schweizer Nationalteam zu ungewohnt früher Stunde unangemeldeten Besuch von der FIFA. Doping-Kontrolleure des Weltfussballverbandes standen um 6.30 Uhr in der Hotel-Rezeption und wollten den Nationalmannschafts-Arzt Roland Grossen sprechen.

Acht Schweizer Internationale wurden schliesslich ausgelost und mussten umgehend zur Urin- und Blutkontrolle. Als erster war Hakan Yakin um 7.45 Uhr bereit. Danach mussten auch Diego Benaglio, Eren Derdiyok, Benjamin Huggel, Tranquillo Barnetta, Ludovic Magnin, Mario Eggimann und Stephan Lichtsteiner zum nicht immer angenehmen Wasserlösen antreten.

FIFA-Arzt Jiri Dvorak zeigte sich nach dem Überraschungsbesuch zufrieden mit dem Ablauf der Kontrolle: "Wir wurden freundlich empfangen und es gab überhaupt keine Probleme. Die Proben befinden sich bereits auf dem Weg ins Labor in Lausanne. Innerhalb von 48 Stunden sollten wir die Ergebnisse bekommen."

Dvorak kündigte weitere Dopingkontrollen vor der WM an: "Die FIFA wird vor Turnierbeginn mindestens 256 Kontrollen durchführen. Dazu kommen 100 bis 150 weitere Kontrollen durch nationale Dopingfahnder. Während dem Turnier kommen dann in jedem Spiel weitere Kontrollen hinzu. Dadurch verhindern wir systematisches Doping im Fussball. Wir haben seit der WM 1994 keine positive Probe mehr gefunden."

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