Bundesliga
Die Wutrede von Stuttgart-Trainer Labbadia: «Trainer sind keine Mülleimer!»

Am Sonntagabend platzte ihm der Kragen. Nach dem Unentschieden gegen Leverkusen holt Stuttgart-Coach zum Rundumschlag aus. Das Ziel der Wutrede ist nicht die Mannschaft – Medien und Fans müssen den Kopf hinhalten.

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Bruno Labbadia im Element: Die Wutrede des Stuggart-Trainers

Bruno Labbadia im Element: Die Wutrede des Stuggart-Trainers

AZ

Die Krise scheint perfekt. Am Donnerstag in der Europa League setzte es eine peinliche 0:2-Niederlage beim norwegischen Meister Molde FK. Gestern folgte das 2:2 im Heimspiel gegen Leverkusen. Das dritte Unentschieden im siebten Spiel in dieser Saison. Einen Heimsieg schafften die Schwaben noch nicht. Sie liegen auf Platz 15 – gerade mal einen Punkt vor den Relegations-Plätzen.

«Bruno raus»-Rufe

Fans und Umfeld des VfB haben den Sündenbock für das schlechte Abschneiden der Mannschaft gefunden: Trainer Bruno Labbadia. Beim sonntäglichen Spiel gegen Leverkusen schallten «Bruno raus!»-Rufe durch das Stadion, als Labbadia den spielbestimmenden, aber angeschlagenen Raphael Holzhauser vom Feld nahm.

Bei der Pressekonferenz nach dem Spiel platzte Labbadia deswegen der Kragen. «Ich kann nicht akzeptieren, dass hier der Trainer immer wie ein Depp hingestellt wird. Die Trainer sind nicht die Mülleimer für andere Menschen», wetterte er.

«Medien verbreiten Unwahrheiten»

Aber nicht nur die unzufriedenen Fans kriegen ihr Fett weg. Auch die Medienleute müssen sich vom wütenden Labbadia Einiges anhören: «Einige haben sich Unwahrheiten erlaubt, die absolut unter der Gürtellinie waren.»