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Die Schweiz enttäuscht erneut und unterliegt Bosnien-Herzegowina mit 0:2

Auch der zweite Test des Jahres ist der Schweizer Nationalmannschaft missglückt. Nach dem 0:1 gegen Irland, verliert die Nati am Dienstagabend in Zürich gegen Bosnien-Herzegowina nach Toren der beiden AS Roma-Söldnern Dzeko und Pjanic mit 0:2. Spiel verpasst? Der Spielverlauf zum Nachlesen in unserem Liveticker.

SDA (Text) und Julian Förnbacher (Ticker)
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Impressionen von Schweiz gegen Bosnien-Herzegowina
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Eine enttäuschende Leistung der Schweiz führt zur 0:2-Niederlage gegen Bosnien-Herzegowina.
Die Enttäuschung bei der Schweizer Mannschaft (im Bild Renato Steffen) ist gross.
Embolo wird von Kolasinac vom Ball getrennt.
Seferovic vergibt die Chance zum Anschlusstreffer.
Breel Embolo wird vom bosnischen Ersatzkeeper unsanft abgeräumt.
Der Ball ist wieder drin.
Der Freistoss von Miralem Pjanic bringt Bosnien das 2:0.
Embolo behauptet den Ball.
Bosnien-Herzegowina bejubelt das 2:0.
Pajtim Kasami kommt nicht durch.
Die Schweiz (hier mit Haris Seferovic) taucht in der erste Hälfte ab.
Seferovic wird von Vranjes gestoppt.
Vedad Ibisevic zieht gleich zwei Schweizer (Rodriguez und Senderos) auf sich.
Der Ball ist drin. Dzeko trifft zum 0:1.
Yann Sommer lenkt einen Schuss übers Tor.
Renato Steffen kämpft um den Ball.
Edin Dzeko wird zu seinem Tor beglückwünscht.

Impressionen von Schweiz gegen Bosnien-Herzegowina

KEYSTONE/WALTER BIERI

Wer nach dem schwachen Schweizer Auftritt vom Karfreitag in Irland (0:1) mit einer Reaktion des Teams von Vladimir Petkovic gerechnet hatte, wurde enttäuscht. Abgesehen von zehn guten Minuten unmittelbar nach der Pause enttäuschten die Schweizer erneut schwer. Von den letzten vier Spielen haben sie nun drei verloren.

Es hatte sich in Zürich bestätigt, was schon unmittelbar nach dem Spiel in Irland hatte befürchtet werden müssen. Wer gegen die B-Mannschaft der Iren verliert, hat es gegen Bosnien mit seiner starken Offensive umso schwerer. Und genau so geschah es auch: Die beiden Stars der AS Roma, Edin Dzeko und Miralem Pjanic, erzielten die Tore zum hochverdienten Sieg der Gäste. Diese konnten im Zürich im Übrigen ein "Heimspiel" bestreiten. Die Mehrzahl der 17'000 Zuschauer im Letzigrund unterstützte die Auswahl vom Balkan.

Gerade in der Startphase wurden die Schweizer vom Gegner, der nicht zu den 24 EM-Teilnehmern gehört, regelrecht überrannt.

In den ersten 255 Sekunden kamen die Bosnier zu fünf Cornern. Bis zum ersten Schweizer Schuss auf das gegnerische Tor (Granit Xhaka/28.) stand es längst 1:0 für die Gäste. Nach einem Fehler von Philippe Senderos hatte Pjanic seinen Römer Teamkollegen Dzeko lanciert, der gegen Fabian Schär und Yann Sommer mit einem Flachschuss in die weite Ecke traf (14.). Erst gegen Ende der ersten Halbzeit fanden die Schweizer wenigstens ansatzweise ins Spiel. Das Geschehen glich sich etwas aus, doch einzig bei einem Weitschuss von Xhaka geriet das Tor der Bosnier in Gefahr.

Für die Schweizer war ärgerlich, dass das zweite Tor der Bosnier nach 57 Minute durch einen sehenswerten Freistoss von Pjanic aus 22 Metern in die beste Phase der SFV-Auswahl fiel. Kurz vor diesem Treffer hatten Renato Steffen nach Vorarbeit von Xhaka und Timm Klose nach einer Flanke von Luca Zuffi dem Ausgleich nahe gestanden; der Basler Stürmer scheiterte an der Fussabwehr von Bosniens Keeper Asmir Begovic (52.), der Verteidiger von Norwich City setzte seinen Kopfball knapp neben das Tor (55.).

Nach dem zweiten Tor der Bosnier war das Spiel dann gelaufen. Die Schweizer zeigten keine Ansätze, um nochmals zurückzukommen. Auf ein Tor im EM-Jahr warten sie auch nach diesem zweiten Spiel innerhalb von fünf Tagen.