Als Verlierer, Bankdrücker und Tribünenzuschauer verbrachten viele Nationalmannschaftsspieler die Tage zwischen dem 1:1 in Sion und der Rückkehr aus ihrer jeweiligen Heimat zum FC Basel. Wenn der FCB gegen den Tabellenletzten aus Lausanne erstmals seit einem Monat und dem 3:2 gegen GC wieder gewinnen will, so sind bei Trainer Raphael Wicky nicht nur taktische Schachzüge gefragt, sondern vor allem auch psychologisches Fingerspitzengefühl. Ein Blick auf die Kandidaten bei «Seelsorger» Wicky: 

Die Schweizer

Manuel Akanji und Michael Lang gehören noch zu den einfacheren Fällen. Akanji spielte gegen Andorra (3:0) durch, schaute dann gegen Lettland zu (3:0). Michael Lang sass in St. Gallen auf der Bank und wurde in Riga zehn Minuten vor Schluss eingewechselt.

Komplizierter wird es bei den U21-Spielern Dimitri Oberlin und Dominik Schmid. Gegen Wales (0:3-Heimpleite) spielt Ersterer durch, Letzterer wird eingewechselt. Gegen Rumänien (1:1) spielen beide von Beginn weg, Oberlin schiesst gar das Tor für die Schweiz. Aber mit nur vier Punkten aus drei Spielen ist die EM-Qualifikation akut gefährdet.

Weniger wichtig im Klub sind Dereck Kutesa und Neftali Manzambi. In der U20-Nationalmannschaft sind sie Teamstützen, spielen gegen Polen (0:0) und England (0:0) beide in der Startelf.

Die Internationalen

Marek Suchy und Tomas Vaclik verlieren erst in Prag im Skandalspiel gegen Deutschland (1:2). Suchy macht den Fehler, der Deutschland den Sieg ermöglicht. Dann beerdigen sie mit einem 0:2 gegen Nordirland die ohnehin schon kleinen WM-Hoffnungen.

Alexander Fransson wäre bei Schweden vor dem Comeback gestanden, verletzte sich dann aber am Fussgelenk und musste gegen Bulgarien (2:3) und Weissrussland (4:0) verletzt passen. Für das Lausanne-Spiel ist er fraglich.

Mohamed Elyounoussi gewinnt zwar zuerst gegen Aserbaidschan (2:0), wird dann aber mit Norwegen von Deutschland vorgeführt (0:6).

Geoffroy Serey Die (Elfenbeinküste) und Omar Gaber (Ägypten) sind zwar mit ihren Teams auf WM-Kurs, kommen aber gar nicht zum Einsatz. Zudem fehlten sie am Donnerstag, weil sie nach Paris mussten. Wegen des Visums für das Manchester-Spiel nächsten Dienstag.

Zuerst aber kommt am Samstag Lausanne ins Joggeli. Bis dahin hat Raphael Wicky Zeit, seine Männer wieder aufzubauen.