Fussball

Die Leidenszeit von Kay Voser soll beim FCB bald ein Ende haben

Kay Voser (rechts) verteidigt den Ball gegen den ehemaligen GC-Spieler Innocent Emeghara. KEYSTONE

Kay Voser (rechts) verteidigt den Ball gegen den ehemaligen GC-Spieler Innocent Emeghara. KEYSTONE

Der Aargauer Kay Voser hofft, beim FC Basel bald wieder ins Spielgeschehen eingreifen zu können. In den ersten fünf Meisterschaftspartien der Saison 2011/12 lief er als Linksverteidiger in der FCB-Stammelf auf.

Dem Zuzug des Grasshoppers Club Zürich war klar, dass «in Basel der Konkurrenzkampf eine andere Dimension als bei den anderen Schweizer Vereinen hat. Doch ich will mich beim Branchenleader durchsetzen». Dies hatte Voser kurz vor Saisonbeginn gesagt. Im Wissen, dass der FCB den Südkoreaner Joo-Ho Park als etatmässigen Linksverteidiger verpflichtet hatte.

Am 20. August 2011, anlässlich der 6. Runde, spielte erstmals Park «links hinten», während Voser erst nach 73 Minuten für Markus Steinhöfer ins Spiel kam. Der Ex-Hopper konnte die 1:3-Niederlage auch nicht mehr verhindern. Danach wurde es ruhig um den 25-jährigen Voser, der mit 18 Jahren in der Axpo Super League debütiert hatte und, trotz einer langwierigen Verletzung in der vorletzten Saison, bereits 124 Partien in der höchsten Spielklasse bestritten hat.

Am 17. September stand Kay Voser letztmals als Aktiver auf dem Rasen. Beim 4:0-Cupsieg in Eschenbach musste er nach 52 Minuten verletzungshalber aufgeben. Und danach begann die lange Leidenszeit für den Aargauer, die «nun aber bald ein Ende haben wird», wie er der bz erklärt.

Kay Voser weiss, dass «mit dem Zuzug von Philipp Degen der Konkurrenzkampf in der Defensive nochmals verstärkt wurde». Denn die Verpflichtung des Oberbaselbieters stand auch unter dem Aspekt, dass Markus Steinhöfer, dessen Part als Rechtsverteidiger beinahe in Stein gemeisselt war, ebenso gut auf der anderen, linken Seite verteidigen – und angreifen – kann. Denn den Klubverantwortlichen war nicht entgangen, dass Park im Spätherbst Ermüdungserscheinungen zeigte. Der Asiate spielte nicht nur alle Partien (Meisterschaft, Schweizer Cup, Champions League) durch, sondern war wegen Aufgeboten für die Nationalmannschaft auch jener Akteur mit den meisten Flugkilometern.

Phänomen Linksverteidiger

Der FC Basel hatte im letzten Jahrzehnt stets aussergewöhnliche Linksverteidiger. Der Brasilianer Kléber, Thimothée Atouba aus Kamerun, Koji Nakata (Japan) oder der schwedische Internationale Behrang Safari waren nicht nur indiskutable Stammspieler, sondern Leistungsträger und – besonders im Fall von Atouba – Publikumslieblinge. Da hatten es Schweizer Alternativen wie Ronny Hodel oder Bruno Berner, wiewohl als Hoffnungsträger ans Rheinknie geholt, immer sehr schwer.

All dies beunruhigt Voser nicht. Und er bleibt, wie es seine Art ist, ruhig. «Die Gesundheit hat Priorität. Ohne sie geht gar nichts. Und ich werde nichts forcieren, sondern Schritt für Schritt vorgehen», erklärte Voser am Mittwoch nach einer Einheit seines persönlichen Aufbautrainings. Worte, die übrigens auch ein Philipp Degen mehrmals geäussert hat. Denn der Fussball ist nicht nur schnelllebig, sondern der Status quo kann sich auch unverhofft ändern. «Ich hoffe jedenfalls, im Frühling wieder ins Geschehen eingreifen zu können. Und zwar auf dem Rasenviereck», meint Kay Voser. Er, der nach Basel gekommen ist, «um als Spieler Titel zu holen».

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