CR 7 – Episode 7
Die humane Ader – Ronaldo hat auch eine andere, weniger bekannte Seite

Am 10. Oktober spielt die Schweiz in Portugal. Bis dahin gibt es täglich eine Episode zu Cristiano «CR7» Ronaldo.

Céline Feller
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Martuni beim Treffen mit seinem Idol Cristiano Ronaldo.

Martuni beim Treffen mit seinem Idol Cristiano Ronaldo.

Keystone

Arrogant und egozentrisch. So wird Cristiano Ronaldo von einem Grossteil der Fussballfans gesehen. Mit Aussagen wie «Ich bin reich, schön und grossartig» zementiert er dieses Bild.

Aber Ronaldo hat auch noch eine andere, weniger bekannte Seite. Seine humane Ader. So verzichtet Ronaldo beispielsweise auf Tattoos. Nicht, weil er den Körperschmuck nicht schön findet, sondern weil er regelmässig Blut spenden geht (wäre er tätowiert, dürfte er kein Blut spenden).

Auch finanziell ist er grosszügig: 2012 versteigerte er seinen goldenen Schuh, die Auszeichnung für den erfolgreichsten Torjäger einer Saison, und spendete den Erlös von 1,5 Millionen Euro um Schulen in Gaza zu bauen. Er bezahlte auch die Operation und sämtliche Folgebehandlungen eines zehnjährigen Jungen, der unter einem Gehirntumor litt.

Der indonesische Junge mit dem Portugal-Trikot

Am berührendsten aber ist die Geschichte um Martunis. Der indonesische Junge wurde beim Tsunami 2004 ins Meer gerissen und trieb ganze 19 Tage auf hoher See. Als er gerettet wurde, trug er sein Portugal-Trikot.

Ronaldo bekam Wind von der Geschichte, liess den Jungen einfliegen, lud ihn an Spiele von Manchester United und Portugal ein. Wenige Monate später besuchte Ronaldo das zerstörte Gebiet, versteigerte persönliche Dinge, um Geld zu generieren.

Und vor allem erfüllte er Martunis einen noch grösseren Traum: Er verschaffte dem Indonesier einen Platz in der Jugendakademie von Sporting Lissabon, wo dieser ein Jahr lang spielte. Den Durchbruch schaffte er aber nie.

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