WM-Barrage

Die gesperrte Ramona Bachmann ist überzeugt: «Wir haben das Tief überwunden»

Ramona Bachmann: Auf ihre Treffsicherheit muss die Schweiz gegen die Niederlande verzichten.

Die gesperrte Ramona Bachmann ist überzeugt, dass sich die Schweizerinnen gegen die Niederlande behaupten. Auch wenn sie und Leistungsträgerin Lara Dickenmann ausfallen, hat Bachmann keinen Zweifel, dass ihre Nati-Kolleginnen die Ausfälle kompensieren können.

Die Schweiz trifft in der WM-Barrage auf Europameister Niederlande – was gibt Ihnen Zuversicht, dass die WM-Qualifikation gelingt?

Ramona Bachmann: Wir wissen, dass die Niederländerinnen favorisiert sind. Sie gewannen den EM-Titel, dafür verdienen sie eine gute Portion Respekt. Aber: Ich weiss, dass auch sie Respekt haben vor uns. Wir haben im Barrage-Halbfinal gegen Belgien unser Selbstvertrauen gestärkt. Dazu kommt unser Hunger. Und wir wissen, dass wir noch besser spielen können, unser Potenzial ist nicht ausgeschöpft.

Wie gross ist der Frust noch, dass die direkte Qualifikation nicht klappte, weil es nur ein 0:0 gab gegen Polen im letzten Qualifikations-Spiel?

Mittlerweile ist das nicht mehr so präsent. Wir haben das Tief überwunden. Klar, es war eine Enttäuschung. Aber so läuft es im Fussball manchmal eben. Wir haben uns gefragt, warum dieses Spiel so zustande gekommen ist und gemeinsam einige Diskussionen geführt. Ich denke, wir haben aus dieser Erfahrung einiges gelernt.

Die Vorzeichen vor der Barrage könnten besser sein. Lara Dickenmann fehlt verletzt, Sie selbst müssen im Hinspiel wegen einer Sperre zuschauen. Kann das Team diese Ausfälle auffangen?

Es ist nie einfach, wenn zwei Schlüsselspielerinnen ausfallen. Aber ich spüre, dass wir genügend Frauen haben, die bereit sind, die Verantwortung zu übernehmen. Ich habe keine Zweifel.

Ramona Bachmann (rechts) fehlt der Schweizer Nati im Barrage-Hinspiel gegen die Niederlande wegen einer Sperre.

  

Wie werden Sie die 90 Minuten des Zuschauens aushalten?

Es ist schon ziemlich hart, draussen sitzen zu müssen. Normalerweise bin ich vor einem Spiel nicht nervös. Jetzt ist das komplett anders. Ich kann nicht helfen, wie ich möchte, also muss ich andere Wege finden. Meine Rolle hat sich nun halt zwischenzeitlich verändert. Ich versuchte, im Training Einfluss zu nehmen, da bin ich ja trotzdem dabei und eine wichtige Persönlichkeit. Dazu kenne ich einige Niederländerinnen, kann darum den Teamkolleginnen vielleicht noch den einen oder anderen Tipp geben. Ich werde versuchen, meine Nervosität in Grenzen zu halten.

Das Männer-Nationalteam spielte seine Barrage vor einem Jahr gegen Nordirland, gibt es daraus Erfahrungen, die nun den Frauen weiterhelfen könnten?

Der Sieg ist ein gutes Omen! Ansonsten hilft es kaum, da Vergleiche heranzuziehen. Wir konzentrieren uns auf uns selbst.

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