Champions League

Die Engländer liegen dem FCB einfach – auch «die beste Mannschaft der Welt»

Der FC Basel setzt in Manchester ein Ausrufezeichen.

Der FC Basel setzt in Manchester ein Ausrufezeichen.

Trifft der FCB auf ein englisches Team, jubeln die Anhänger von Rotblau. Mit gutem Recht! In der Champions League gibt es nur vier Mannschaften, die gegen Premier-League-Teams mehr Siege vorzuweisen haben als die Basler.

Manchester City hat 36 Spiele lang vor heimischem Publikum nicht mehr verloren. Bis der FC Basel kam und «die derzeit wohl beste Mannschaft der Welt», so FCB-Sportchef Marco Streller und diverse andere Basler, im Achtelfinal-Rückspiel sensationell mit 2:1 besiegte. Und das nachdem man früh hinten lag. 

Pep Guardiola versuchte seinen Ärger, so gut es eben geht, zu vertuschen, betonte, wie glücklich sie seien, zum erst zweiten Mal in der Vereinsgeschichte in einen Champions-League-Viertelfinal einzuziehen. Aber als er dann auf das Spiel angesprochen wird, platzt es aus ihm heraus: «Die erste Halbzeit war ja noch ganz okay. Da haben wir versucht Fussball zu spielen, haben Chancen kreiert. Aber die zweite Halbzeit war richtig, richtig schlecht.» 

Fast 1000 Pässe, aber nur 1 Tor

Da spielt es keine Rolle, dass sein Team 71 Prozent Ballbesitz hatte und 972 Pässe an den Mann brachte. «Was bringt das? Wir haben gepasst, um zu passen. Das ist nichts, das ist richtig schlecht», ärgerte sich der Katalane.

Ein bisschen Nachsicht liess er dennoch walten: Er hatte im Vergleich zum Spiel am Sonntag auf sechs Positionen umgestellt, liess die Teamstützen Ederson, Sergio Agüero, Kevin de Bruyne und David Silva auf der Bank. «Wenn man so viele Wechsel macht, dann reisst man das Team aus dem Gleichgewicht. Das ist bei jedem Klub der Welt so», stellte sich Guardiola vor seine zweite Garde. 

Michael Lang nach dem Sensationssieg gegen Manchester City

«Unglaublich, dass wir City zu Hause schlagen»

Michael Lang nach dem Sensationssieg gegen Manchester City.

Nur Barça, Bayern, Real und Juve besser

Dass er nicht gewinnen konnte, lag aber insbesondere auch an einem beherzten Basler Auftritt. Noch vor dem Spiel sagte Trainer Raphael Wicky, es wäre unrealistisch, wenn er von seinen Spielern einen Sieg fordern würde, sie würden ihn für einen Spinner halten. Und natürlich hatte er recht.

Und dennoch hat ihn sein Team lügen gestraft. «Ich bin sehr, sehr stolz, auf das, was das Team hier gezeigt hat. Wir haben gegen ein Team gewonnen, das bisher fast jede Mannschaft in fast jedem Wettbewerb in Grund und Boden gespielt hat», sagte Wicky nach dem überraschenden Sieg. Wobei so überraschend ist der Erfolg ja auch nicht: Engländer liegen dem FCB einfach.

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