Europa League

Dezimierte Frankfurter verlieren bei Benfica

Frankfurts Filip Kostic hat gerade eine grosse Chance auf ein weiteres Auswärtstor vergeben

Frankfurts Filip Kostic hat gerade eine grosse Chance auf ein weiteres Auswärtstor vergeben

Eintracht Frankfurts Marsch durch die Europa League könnte in den Viertelfinals gestoppt werden. 75 Minuten lang zu zehnt spielend, verliert die Eintracht das Hinspiel bei Benfica Lissabon 2:4.

Die Unerfahrenheit des erst 19-jährigen linken Verteidigers Evan N'Dicka durchkreuzte die taktischen Pläne von Cheftrainer Adi Hütter. Nach 20 Minuten stiess der Franzose im Strafraum als hinterster Verteidiger seinen Gegenspieler auf ungeschickte Art in den Rücken. Die Rote Karte und das 0:1 durch den von Mittelfeldspieler João Felix verwandelten Penalty waren die Konsequenz.

Trotz der Schwächung erzielte Frankfurts serbischer Goalgetter Luka Jovic auf blendende Vorarbeit von Ante Rebic nach 40 Minuten das angestrebte Auswärtstor. Nach dem neuerlichen Rückstand schienen die Frankfurter in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit abermals auszugleichen. Aber das Tor von Filip Kostic wurde wohl zu Unrecht wegen eines angeblichen Offsides nicht anerkannt. Das Tor, das den Frankfurtern noch Mut machen kann, erzielte ein Portugiese, dessen Name Geduld bedeutet: Gonçalo Paciencia traf nach 72 Minuten, nur vier Minuten nach seiner Einwechslung, mit einem Kopfball-Heber nach einem Corner zum 2:4, das sich im Rückspiel in einer Woche als sehr wichtig erweisen könnte.

Das Duell der Schweizer Internationalen Haris Seferovic und Gelson Fernandes gab es nur in der Schlussphase, denn Benficas Trainer Bruno Lage schickte seinen zuverlässigsten Torschützen erst nach einer Stunde aufs Feld. Ob die späte Berücksichtigung etwas mit der Leistenverletzung zu tun hatte, die Seferovic im März für drei Partien ausser Gefecht gesetzt hatte, war nicht zu erfahren. Andererseits hatte Seferovic die jüngsten zwei Partien über 90 Minuten bestritten. Benfica hatte aber so oder so einen versierten Skorer in seinen Reihen: Der erst 19-jährige João Felix versenkte nicht nur den Penalty, sondern traf noch zwei weitere Male.

Arsenal war in der Champions League ab 2010/11 sieben Mal in Folge in den Achtelfinals ausgeschieden. Im zweitklassigen Wettbewerb finden sich die Londoner spürbar besser zurecht. Sie sind nach dem 2:0-Heimsieg im Hinspiel gegen Napoli auf dem Weg, wie vor einem Jahr in die Halbfinals der Europa League vorzustossen. Bei Arsenal konnte der verletzte Granit Xhaka nicht eingesetzt werden. Die Tore fielen innerhalb von zehn Minuten in der ersten Halbzeit. Das 2:0 war ein Eigentor von Verteidiger Kalidou Koulibaly. In der Gruppenphase der Champions League war Napoli im letzten Match an Liverpool gescheitert. Jetzt droht den Süditalienern gegen einen weiteren englischen Verein das Out.

Die Telegramme der Hinspiele

Arsenal - Napoli 2:0 (1:0). - SR Mallenco (ESP). - Tore: 15. Ramsey 1:0. 25. Koulibaly (Eigentor) 2:0. - Bemerkungen: Arsenal ohne Xhaka (verletzt) und Lichtsteiner (nicht im Aufgebot).

Benfica Lissabon - Eintracht Frankfurt 4:2 (1:0). - SR Taylor (ENG). - Tore: 21. João Felix (Foulpenalty) 1:0. 40. Jovic 1:1. 43. João Felix 2:1. 50. Dias 3:1. 54. João Felix 4:1. 72. Paciencia 4:2. - Bemerkungen: Benfica Lissabon ab 60. mit Seferovic. Eintracht Frankfurt mit Gelson Fernandes. 20. Rote Karte gegen N'Dicka (Eintracht Frankfurt/Foul).

Slavia Prag - Chelsea 0:1 (0:0). - 17'484 Zuschauer. - SR Zwayer (GER). - Tor: 86. Alonso 0:1.

Villarreal - Valencia 1:3 (0:1). - Zuschauer. - SR Oliver (ENG). - Tore: 6. Guedes (Nachschuss zu Foulpenalty von Parejo) 0:1. 36. Cazorla (Foulpenalty) 1:1. 91. Wass 1:2. 93. Guedes 1:3.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1