Einmal mehr avancierte Nadine Angerer zur Matchwinnerin für das deutsche Frauen-Nationalteam. Die Torhüterin, die vor zwei Jahren im EM-Final gegen Norwegen (1:0) gleich zwei Penaltys in der regulären Spielzeit abgewehrt hatte, hielt im Elfmeterschiessen den letzten Versuch Frankreichs, jenen der eingewechselten Claire Lavogez. Zuvor hatten sämtliche neun Spielerinnen getroffen.

Die technisch starken Französinnen hatten es zuvor verpasst, das Spiel zu ihren Gunsten zu entscheiden. Sie waren über weite Strecken spielbestimmend und verzeichneten ein deutliches Chancenplus. Folgerichtig ging der WM-Vierte von 2011 durch Louisa Necib in der 64. Minute in Führung; die Mittelfeldspielerin von Olympique Lyon traf von der Strafraumgrenze. Dank eines von Celia Sasic verwandelten Handspenaltys (84.) rettete sich Deutschland jedoch in die Verlängerung und vermochte mit dem nachfolgenden Sieg im Penaltyschiessen den Traum vom dritten WM-Titel nach 2003 und 2007 aufrechtzuerhalten.

Im Halbfinal bekommen es die Deutschen in der Nacht auf Mittwoch in Montreal mit den USA zu tun. Die Amerikanerinnen setzten sich gegen China 1:0 durch. Das einzige Tor schoss Captain Carli Lloyd in der 51. Minute per Kopfball. Im 200. Länderspiel traf die Mittelfeldakteurin zum 65. Mal. Damit stiessen die USA auch an der siebten Frauen-WM unter die letzten Vier vor.