Europa League

Der Traum der Young Boysvom Überwintern in der Europa League

Marco Bürki (vorne) bei seinem Heimdebüt gegen Sion. freshfocus

Marco Bürki (vorne) bei seinem Heimdebüt gegen Sion. freshfocus

Die Chance der Young Boys, mit einem Sieg überAnschi etwas fürs Image zu tun und – vielleicht – europäisch zu bleiben. In einem Fernduell mit Liverpool kämpft YB um den Einzug in die K.o.-Phase.

Anschi ist sicher in den Sechzehntelfinals, Udinese out – dies sind die wichtigsten Fakten in der Gruppe A der Europa League vor dem letzten Spieltag. An welchem YB gar noch Gruppensieger werden kann, wenn es die Sensation schafft, Anschi Machatschkala höher als mit zwei Toren Differenz zu bezwingen und Liverpool im Friaul nicht gewinnt.

Doch in erster Linie geht es einmal darum, das Spiel gegen den Zweiten der russischen Premier Liga erfolgreich zu bestreiten. «Wir schauen auf uns und sehen dann, was in Udine passiert», sagt Martin Rueda. Der YB-Trainer, der mit seinem Team nach den beiden Startniederlagen gegen Liverpool und Anschi dank sieben Punkten aus den letzten drei Partien unverhofft noch einmal auf die Sechzehntelfinalqualifikation hoffen darf und zuletzt in der Super League zwei Siege gefeiert hat, muss gegen Anschi nebst Christoph Spycher, Dusan Veskovac und Josh Simpson verletzungsbedingt nun auch noch Elsad Zverotic ersetzen. Was umso bedauerlicher ist, weil sich der Montenegriner im defensiven Mittelfeld zuletzt in einer guten Verfassung präsentierte. «Vielleicht spielt Farnerud nun auf dieser Position, ich weiss es noch nicht», sagt Rueda.

Bürki oder Ojala?

Ebenfalls noch offen ist, wer gegen Anschi neben Alain Nef in der Innenverteidigung aufläuft. Der 19-jährige Marco Bürki konnte beim 3:1 über Sion während 54 Minuten überzeugen, nachdem er die Position des vom Platz gestellten Juhani Ojala eingenommen hatte. Vielleicht entscheidet sich Rueda dafür, heute Ojala einzusetzen, am Sonntag im Cup gegen Wil dann Bürki, da der Finne in St.Gallen gesperrt ist.

Viele Gedanken darüber macht sich Bürki, der bis im nächsten Sommer die Sport-Handelsschule in Bern besucht, nicht. «Ich bin jetzt einfach einmal zufrieden, dass mir mein Heimdebüt in der Super League so gut gelungen ist», sagt Bürki. Er habe viele Gratulationen aus dem Familien- und Freundeskreis erhalten.

Natürlich auch von seinem älteren Bruder Roman, der bei GC das Tor hütet. «Ich bin extrem stolz auf Marco», meldet Roman aus Zürich. «Er hat eine seriöse Einstellung und weiss ganz genau, was er will.» Die beiden sehen sich einmal pro Woche im Elternhaus in Münsingen, wo Marco noch wohnt. Wie Roman war auch der Vater einst Torhüter. «Ich selber bin immer lieber Feldspieler gewesen», sagt Marco. «Bei YB habe ich zu Beginn in der U13 und U14 noch im linken Mittelfeld gespielt, seither bin ich Innenverteidiger.»

Nach einem Mittelfussbruch im Training mit der U21 ist Bürki längere Zeit ausgefallen. Jetzt möchte er sich im Kader der ersten Mannschaft etablieren. «Ich gebe Gas und schaue, was dabei herauskommt», sagt Bürki.

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