Fussball
Der Schweizer Fussballverband und sein Sicherheitswahn

Eigentlich könnte alles so schön sein. Die Schweizer Fussball-Stars rücken erstmals nach der WM wieder ins Vorbereitungs-Camp ein – die EM-Qualifikation beginnt bald. Ihr erstes Training in Freienbach bestreiten sie mit Kindern.

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Die Schweizer Fussball-Nati wird von den Journalisten und den Fans gut abgeschirmt.

Die Schweizer Fussball-Nati wird von den Journalisten und den Fans gut abgeschirmt.

Keystone

Etwas Auslauf zum Beginn für die Profis, unvergessliche Momente für die Stars von morgen. Doch wer genauer hinschaut, kommt nicht um etwas verstörende Bilder herum. Auf dem Nebenplatz absolvieren sechs Spieler lockere Ball-Übungen. Sie sind nicht alleine. Sie werden beobachtet von: 0 Zuschauern und 3 übermotivierten Sicherheitsleuten.

Kurze Zeit später fährt ein Mädchen per Velo vor. Sie ist Nachwuchs-Leichtathletin und trainiert jeden Montag auf der Bahn, die den Rasen der trainierenden Nati-Stars umgibt. Um auf ihren Trainer zu warten, setzt sie sich auf den Tisch vor dem Geräteraum. Das ist schon zu viel für die Nerven des Securitymannes. «Weg da!», weist er sie schroff an. Als ob das Mädchen gleich das Training stürmen würde. Später, als der Betreuer dann ankommt, darf das Mädchen doch tatsächlich noch Runden drehen. Trotzdem: Das verstörende Bild des Sicherheitswahns bleibt. (ewu)