Champions League
Der nächste Anlauf des Zlatan Ibrahimovic in der Champions League

Heute Abend startet die Champions League zur K.-o.-Phase. Auf Paris St-Germain und Juventus Turin warten in den Achtelfinal-Hinspielen der Champions League heikle Auswärtsspiele. Paris hofft dabei auf seinen Ausnahme-Stürmer Zlatan Ibrahimovic.

Marco Keller
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Paris Saint Germain setzt seine Hoffnungen auf Ausnahmekönner Zlatan Ibrahimovic.

Paris Saint Germain setzt seine Hoffnungen auf Ausnahmekönner Zlatan Ibrahimovic.

Keystone

Eine Woche nach den mässig begeisternden Nati-Tests wird heute das europäische Fussball-Jahr richtig eröffnet. Auf Paris St-Germain und Juventus Turin warten in den Achtelfinal-Hinspielen der Champions League heikle Auswärtsspiele.

Der PSG hat sich vor dem Gastspiel im «Mestalla» von Valencia Selbstvertrauen geholt. Das Team von Carlo Ancelotti baute am Wochenende durch das 3:1 gegen Bastia die Führung in der Ligue 1 aus. «Das war die bestmögliche Vorbereitung auf die Champions League», sagte der italienische Boss nach dem neunten Meisterschaftsspiel in Serie ohne Niederlage für einmal zufrieden.

Valencias reicher internationaler Erfahrung zum Trotz wäre ein Ausscheiden in der ersten K.-o.-Runde inakzeptabel, speziell in den Augen der katarischen Geldgeber. Die grössten Hoffnungen auf einen goldenen internationalen Restwinter und Frühling ruhen, wie könnte es anders sein, auf Zlatan Ibrahimovic.

Siegespose von Zlatan Ibrahimovic: So haben ihn die Milanesi geliebt.
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Mann der grossen Posen: Zlatan Ibrahimovic.
Ibrahimovic - der neue Star macht in Paris
Im Spiel gegen den Ex-Club: Ibrahimovic im Dress der AC Milan gegen Braça, den Club, bei dem er zuvor spielte
Ibrahimovic mal etwas anderse: Der smarte Schwede hat auch schon als Model gearbeitet.
Ibrahimovic an der Euro2102

Siegespose von Zlatan Ibrahimovic: So haben ihn die Milanesi geliebt.

Keystone

PSG setzt auf Ibra

Der schwedische Ausnahmestürmer, der im Herbst mehrfach öffentlich mit einer Rückkehr zur AC Milan geliebäugelt hatte, ist am neuen Arbeitsort nun offenbar doch auch mental angekommen. Gegen die Korsen erzielte er seinen bereits 21. Saisontreffer, langjährige Beobachter sprechen vom besten, weil gereiftesten Ibrahimovic aller Zeiten.

PSG-Supporter hoffen, dass er diesen Elan erstmals auch auf die internationale Bühne mitnehmen kann. So regelmässig er in den nationalen Championnats prägend war, so regelmässig war er bisher in der europäischen Königsklasse bestenfalls ein Mitläufer. Vom Gewinn der Champions League war er bisher meilenweit entfernt, obwohl er bei seiner Tour durch die kontinentalen Spitzenklubs schon bei Ajax Amsterdam, Juventus Turin, Barcelona sowie den beiden Mailänder Klubs Halt machte und dabei oft die bestmöglichen Mitspieler hatte.

Mehrfach avancierte Ibrahimovic statt zum strahlenden Gewinner zum grossen Verlierer: Im ersten Jahr mit Juventus führte er die «Bianconeri» mit 16 Meisterschaftstoren zum «Scudetto», in zehn CL-Spielen gelang ihm indes kein Treffer. Einige Jahre später verliess er Katalonien nach einer unterirdischen Halbfinal-Darbietung gegen seinen ehemaligen Klub Inter.

Mit der Vergangenheit will sich der Schwede aber nicht aufhalten: «Ich bin sicher, dass ich mit dem PSG ganz weit vorstossen kann.» Einfach wird es gegen die «Blanquinegros» aus Valencia, welche sich nach dem Trainerwechsel von Mauricio Pellegrino zu Ernesto Valverde stabilisiert haben, indes nicht. Die Spanier haben gegen französische Klubs alle acht Heimspiele gewonnen.

Celtics nächstes Wunder?

Wenn Celtic die «alte Dame» aus Turin empfängt, können die Schotten dies ohne jeglichen Druck tun. Das Team von Neil Lennon hat im Herbst viel mehr erreicht als ihm zugetraut worden war. Der über die Qualifikation in die Gruppenphase vorgestossene Traditionsklub gewann dank des 3:2 bei Spartak Moskau im 21. europäischen Spiel erstmals auf fremdem Terrain. Doch nicht genug: Der 2:1-Heimsieg gegen den FC Barcelona brachte den «Celtic Park» vollends zum Beben und rührte sogar Rod Stewart zu Tränen.

Der Kenianer Victor Wanyama, der in Anlehnung an das vielleicht glorreichste Jahr der Klubgeschichte die Nummer 67 trägt und der Grieche Georgios Samaras sollen nun auch den Abwehrverbund der Piemontesen knacken. Keine leichte Aufgabe, hat doch Juve die drei letzten Spiele der Gruppenphase zu Null gewonnen und weiss mit Gianluigi Buffon den immer noch weltbesten Keeper in seinem Kasten. Auch in der Serie A bewies Juventus zuletzt Aufwärtstrend und hat mit dem 2:1 bei Chievo Verona sowie dem 2:0 gegen die Fiorentina erstmals seit Mitte Dezember wieder zwei Spiele am Stück gewonnen.