Super League

Der FCZ gegen GC: Ein Derby mit speziellen Vorzeichen

Nach der jüngsten Niederlage in der Europa League will sich der FCZ im Derby gegen GC unbedingt die nächsten drei Punkte sichern.

Am Sonntag, 02. Dezember, findet das Derby zwischen dem FC Zürich und GC statt. Die Mannschaft von Trainer Ludovic Magnin schaffte zuletzt in sieben Meisterschaftsspielen gerade einmal einen Sieg und musste auch in der Europa League zwei Niederlagen einstecken. Derweil konnte sich GC im letzten Spiel gegen St. Gallen durchsetzen – doch die Verletzungshexe hat erneut zugeschlagen.

Hätte Ancillo Canepa die Aufstellung gemacht und nicht Ludovic Magnin, dann wäre der FC Zürich am Donnerstag vielleicht als Sieger vom Platz gegangen. Der Präsident hatte nämlich vor dem Spiel noch sein Unverständnis für jene Klubs zum Ausdruck gebracht, die im Europacup nicht alles tun, um zu punkten; die wichtigen Spieler schonen und damit das Risiko in Kauf nehmen, das Spiel zu verlieren und ohne Prämien zu bleiben. Und vor allem: Dem Schweizer Fussball einen Bärendienst erweisen. Dieser ist drauf und dran, im Uefa-Ranking vom zwölften auf den sechzehnten Rang abzurutschen.

Mit schlimmen Folgen: Dann müsste der Schweizer Meister in der übernächsten Saison drei Qualifikationsrunden für die Champions League spielen, der Vizemeister hätte nicht mal mehr diese Chance, sondern käme direkt in die Europa-League-Qualifikation, der Cupsieger wäre auch nicht mehr für die Gruppenphase in der Europa League gesetzt und statt deren fünf könnten nur vier Schweizer Mannschaften im Europacup mitspielen.

Der FCZ als falscher Sündenbock

Dieser Gefahr hätte Präsident Canepa wohl Rechnung getragen und gegen AEK Larnaca nicht auf die Leistungsträger Hekuran Kryeziu und Benjamin Kololli verzichtet. Genau das aber hat Trainer Magnin getan und mit Fabio Dixon und ab der zweiten Halbzeit Bledian Krasniqi zwei Junioren gebracht.

Der Schuss ging nach hinten los, der FCZ verlor 1:2 und minderte seine Chancen auf den Gruppensieg. «Das war die schlechteste Leistung seit Februar, als ich den FCZ übernahm», redete Magnin hinterher wenigstens nichts schön. Aber eben: Seine Massnahmen hatten so gar nicht zu Canepas Aussagen gepasst. Allerdings soll damit nun nicht ausgerechnet der FCZ zum Sündenbock gestempelt werden, der im Gegensatz zu anderen Klubs mit drei Siegen in dieser Spielzeit schon einiges für den Uefa-Koeffizienten getan hat.

Der FCZ hat einen Sieg dringend nötig

Gut möglich, hätte Ludovic Magnin anders disponiert, würde drei Tage nach dem Larnaca-Spiel nicht das Zürcher Derby auf dem Programm stehen. Nach nur einem Sieg in den letzten sieben Meisterschaftsspielen und den beiden Niederlagen in der Europa League braucht der FCZ dringend einen Dreier. Verliert er, rückt der Stadtrivale bis auf einen Punkt heran.

Während der FCZ nur ein paar Tage nach der gewonnenen Stadionabstimmung seine Pläne für ein neues Trainingszentrum auf der Sportanlage Heerenschürli vorstellte, kommen von den Grasshoppers keine guten Nachrichten. Zwar hat sie der Triumph an der Urne beim 2:1-Sieg gegen St. Gallen mit etwas mehr Schwung versehen als den lethargischen FCZ gegen die Zyprioten. Aber personell mussten sie einen weiteren Nackenschlag hinnehmen, brach sich doch Aufbauer Raphael Holzhauser den Unterarm und fällt aus.

Neben dem Österreicher stehen verletzungsbedingt auch Jean-Pierre Rhyner, Shani Tarashaj, Nathan, Runar Sigurjonsson und Marko Basic nicht zur Verfügung. Dennoch verspricht Trainer Thorsten Fink: «Wir wollen punkten.»

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