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Der FCB braucht am Donnerstag in der Europa League dringend einen Sieg

Der FC Basel steht am Donnerstag in der Europa League gegen Videoton unter Siegzwang. Gibt er Punkte ab, wird das Weiterkommen fast unmöglich. Noch sind für die Partie gegen die Ungarn einige Positionen offen. Fraglich sind Yapi und Philipp Degen.

Sebastian Wendel
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Murat Yakin macht sich Gedanken über die morgige Aufstellung.

Murat Yakin macht sich Gedanken über die morgige Aufstellung.

Keystone

Murat Yakin ist hin- und hergerissen. Morgen (21.05 Uhr, live SF2) steht die eminent wichtige Partie in der Europa League gegen Videoton an. Drei Punkte sind Pflicht, um die Chancen aufs Weiterkommen zu wahren. «Wir wollen unbedingt überwintern und im Frühling noch das eine oder andere Stadion kennen lernen», sagt Yakin. So möchte er die gleiche Mannschaft auf den Platz schicken, die am Samstag souverän 2:0 gegen YB gewonnen hat. «Es geht auch darum, dass die Automatismen noch besser werden.»

Nicht alle sind topfit

Nur befinden sich unter diesen elf Spielern einige Sorgenkinder. Solche, die erst kürzlich aus einer Verletzungspause zurückgekommen sind oder solche, deren Körper die Belastung einer englischen Woche nicht goutiert. Am kommenden Sonntag wartet im Cup in Chiasso bereits das nächste Entscheidungsspiel auf RotBlau.

Gedanken macht sich Yakin um Gilles Yapi, der zuletzt zwei Spiele in Folge bestritt und «kräftemässig auf der Kippe steht». Oder um Philipp Degen, der unter dem neuen Trainer aufblüht, erfahrungsgemäss aber regelmässig Pausen einstreuen muss. Im gestrigen Training trug zumindest Yapi kein Überziehleibchen. Dafür übte Fabian Frei mit der Stammelf. Gut möglich, dass der 23-jährige Ostschweizer den Platz des Ivorers im Zentrum übernimmt. Entscheiden wird sich Yakin wie immer am Tag vor dem Spiel, also heute. «Wie, das wisst Ihr am Donnerstag», sagt er mit einem Schmunzeln.

Sieg ist nötig

Verliert der FCB gegen Videoton und gewinnt Genk gleichzeitig bei Sporting Lissabon, wäre die Europacup-Saison für Basel bereits morgen zu Ende. Mit einem Unentschieden verkäme das Weiterkommen zur Mammutaufgabe – zum Abschluss der Gruppenphase gastiert Lissabon im «Joggeli» und der FCB muss zum Tabellenführer aus Genk.

Gefragt ist offensive Power. Bringt Yakin zwei klassische Stürmer? «Wir müssen viel nach vorne machen», so dessen Kommentar, der Raum für Spekulationen lässt. Denkbar, dass Alex Frei den linken Flügel an Valentin Stocker übergibt und sich wieder neben Marco Streller gesellt. Der übrigens muss die Schutzmaske für die gebrochene Nase noch fünf Wochen lang tragen. «Das Phantom der Oper», an welches Streller mit montierter Maske erinnert, wird in den gegnerischen Strafräumen also noch bis zur Winterpause für Angst und Schrecken sorgen.