Am Ende konnte niemand jubeln. Denn dieses Unentschieden hilft weder den Thunern, noch den Luzernern so richtig weiter. Die Berner Oberländer verpassten es damit, Verfolger YB weiter zu distanzieren, Luzern behält damit die rote Laterne und bleibt auf dem letzten Tabellenrang.

Thun-Coach Urs Fischer nahm den Punkt trotzdem gerne hin: «Am Ende bin ich froh um dieses Unentschieden, nach den beiden Niederlagen gegen St. Gallen tut dieser Punkt der Mannschaft gut.» Aber auch auf der Seite des Heimteams zeigte sich Markus Babbel zufrieden mit dem Ausgang. «Es war ein schwieriges Spiel, wir mussten viel investieren. Die Partie hätte auf beide Seiten kippen können, somit geht das Resultat in Ordnung», sagte der Deutsche dazu.

Schleppender Start in die Partie

Doch der Reihe nach. Die Partie begann schleppend, keine der Mannschaften wollte zuerst etwas riskieren. So dauerte es über eine halbe Stunde, bis endlich etwas Schwung in die Partie kam. In der 34. Minute kamen die Luzerner, nach einem Foul an Lezcano, zu einem Freistoss an der Strafraumgrenze. Der 24-jährige führte diesen selber aus und setzte den Ball an den Pfosten. Diese Aktion blieb dann allerdings auch gleich der einzige offensive Lichtblick in der ersten Hälfte, womit es mit dem 0:0 in die Kabine ging.

Die zweite Halbzeit begann gleich mit einem Paukenschlag. Andreas Wittwer verpasste den Führungstreffer für die Gäste nach einer Hereingabe von Ferreira nur knapp. Danach flachte die Partie ab, die Teams wirkten ideenlos. Erst ab der 68. Minute und der Einwechslung von Marco Schneuwly kam noch einmal Schwung in die Partie. Doch mehr als das vermeintliche 1:0 aus einer Abseitsposition, brachte der 29-Jährige nicht zustande - die Luft war draussen.

Hoffen, dass Babels Lächeln bleibt

Das entging auch Markus Babbel nicht: «Nach 80 Minuten war unser Tank leer, wir konnten nach vorne nichts mehr bewirken.» Die Defensive hingegen stand gestern stabil. «Ich freue mich extrem für Francois Affolter, der die Kritik der letzten Spiele mit einer tollen Leistung beantworten konnte», sagte Babbel mit einem Lächeln im Gesicht. Bleibt zu hoffen für Luzern, dass dieses Lächeln nicht so schnell wieder verschwindet.

Luzern - Thun 0:0

11'059 Zuschauer. - SR Amhof.

Luzern: Zibung; Sarr, Affolter, Aliti, Lustenberger; Doubaï; Rabello (88. Winter), Bozanic, Freuler, Hyka (68. Marco Schneuwly); Lezcano.

Thun: Faivre; Glarner, Reinmann, Sulmoni, Schirinzi; Hediger, Christian Schneuwly; Ferreira, Frontino (83. Sutter), Wittwer (71. Rawyler); Sadik.

Bemerkungen: Luzern ohne Jantscher (gesperrt) und Rogulj (verletzt), Thun ohne Gonzalez (gesperrt) sowie Schindelholz, Cassio, Zino (alle verletzt) und Kaludjerovic (nicht im Aufgebot). 34. Freistoss von Lezcano an den Pfosten. Verwarnungen: 15. Sarr (Foul). 33. Christian Schneuwly (Foul). 65. Freuler (Foul). 67. Sulmoni (Foul).