FC Basel
Der FC Basel zeigt im Trainingslager sein neues Gesicht

Unwetter hin oder her: Die Stimmung am ersten Tag im Basler Trainingslager ist bestens. Trotzdem wissen alle: die Erwartungen sind hoch. Und Heiko Vogel ist gefordert.

Jonas Burch
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Der neue FC Basel hat zum ersten Mal trainiert
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Der Rückkehrer David Degen (rechts) mit seinem Zwillingsbruder Philipp Degen (links).
David Degen (links) nach dem ersten Training mit dem FC Basel. MIt seinem Zwillingsbruder Philipp Degen (rechts).
Degen und Degen im Trainins-Trikot von Adidas, dem neuen Ausrüster des FCB.
Trainer Heiko Vogel (Mitte) mit Neuzugang David Degen (rechts) und seinem Zwillingsbruder Philipp Degen (links).
Der üeckkehrer David Degen im Interview.
Der FC Basel präsentiert seine Neuen v.l.n.r.: Präsident Bernhard Haeusler, Simon Grether, Goalie Germano Vailati, Mirko Salvi, Mohamed Ghaly Salah,Trainer Heiko Vogel, David Degen und Stjepan Vuleta.

Der neue FC Basel hat zum ersten Mal trainiert

Alexander Wagner

15.17 Uhr. Sonnenschein, Idylle pur beim Nachmittagstraining im bayrischen Rottach-Egern. Kein Super-League-Ruhm, kein Champions-League-Glamour, keine Fans an der Seitenlinie. Hier sind die Basler unter sich. Selbst der heimische Turnverein dreht auf der angrenzenden Tartanbahn auf Inline-Skates seine Runden, ohne sich für die Gäste aus Basel zu interessieren. Trüber wirds ab 16.00 Uhr.

Sintflutartige Regengüsse prasseln auf den beschaulichen Sportplatz des Birkenmooses nieder. Assistenz-Trainer Marco Walker zeigt an: Heute geht nichts mehr. Egal.

Für Trainer Heiko Vogel ist es ein Novum, den FCB schon in der Vorbereitung als Cheftrainer zu amten. Die Herausforderung nimmt er nur zu gerne an: „Vor allem in dieser Zeit des Umbruchs ist die Aufgabe noch viel interessanter."

Erste Neuerungen im Vergleich zur Ära-Fink hat der Deutsche bereits in dieses Trainingslager einfliessen lassen. Statt einer Woche, dauert das Lager diesmal zehn Tage. Ausserdem wird der Fokus verstärkt auf das Training im Team gelegt, deswegen wurden auch nur drei Testspiele vereinbart (Steaua Bukarest, Unterhaching, Rottach-Egern).

Auch wenn dennoch vieles so vertraut wie immer wirkt, sind für Vogel zwei Punkte grundlegend neu: Zum einen die personellen Veränderungen im Kader, die dem FCB „ein ganz neues Gesicht geben", und zum anderen die Denkweise, wie diese Saison in Angriff genommen werden muss. „In Erfolgszeiten verfällt man schnell in Trägheit. Nun gilt es noch mehr an den Details zu feilen, bis am Ende alles harmoniert."

Nur mit kreativen, neuen Ansätzen können die hochgesteckten Ziele erneut erreicht werden. Nur: Kann die märchenhafte Vorsaison überhaupt noch getoppt werden? Vogel erwidert umgehend: „Müssen wir das überhaupt? Unser Ziel muss es primär sein, einen ästhetischen und attraktiven Fussball zu spielen. So, dass die Fans jedes Mal mit Freude ins Stadion kommen."