Dass das Team von Thorsten Fink auch morgen Abend nach dem dritten Auftritt in der Champions League von der AS Roma noch registriert wird, dafür müssen Frei und Co. selbst sorgen.

Klar ist, dass der italienische Vizemeister Favorit ist. Ebenso klar ist aber auch, dass der FCB im Olympiastadion punkten muss, will er den eigenen Ansprüchen gerecht werden. «Auf dem Papier sollten wir Gruppendritter werden, mit einer Sensation Zweiter», stellt Alex Frei klar.

Als Sensation dürfte man einen Basler Sieg in Rom schon deuten, auch wenn die «Giallorossi» in dieser Saison den Tritt noch nicht gefunden haben und in der Serie A gerade mal auf Platz 12 liegen. Damit sind die Vorzeichen ähnlich wie vor einem Jahr, als der FCB in der Europa League mit einem 2:0 gegen die Römer aufhorchen liess.

«Wir haben bewiesen, dass wir dieses Team schlagen können», meint Xherdan Shaqiri. Das Team der AS Roma hat nicht viele Veränderungen erfahren, weshalb der Vergleich durchaus erlaubt ist. Doch die Basler haben nicht nur gute Erinnerungen an die Italiener. Im Dezember 2009 unterlag der FCB nach gutem Spiel im Olympiastadion mit 1:2. «Damals haben wir gelernt, dass es nicht reicht, nur gut zu spielen», sagt Fink.

Keine Fehler machen, effizient sein

Aufgrund der negativen Erfahrungen kennt der Schweizer Meister auch das Rezept, wie dem Team von Claudio Ranieri beizukommen ist. «Wir dürfen kein Standardtor bekommen, keine Fehler machen und effizient sein», erklärt Benjamin Huggel. Die Roma könne nicht ein so hohes Tempo gehen wie Bayern München. «Wir dürfen nicht träumen, sondern müssen jeden Punkt mitnehmen und jedes Spiel geniessen», meint Alex Frei.

Der 31-Jährige, der nach den turbulenten Länderspieltagen wieder entspannter wirkt, sieht das Spiel in Rom als weiteren Entwicklungsschritt des Teams: «Wir wachsen mit jedem internationalen Spiel.» Ob das schon in diesem Jahr reiche, um in der Champions League eine gute Rolle zu spielen, weiss er nicht. «Vielleicht müssen wir noch Lehrgeld zahlen», so der Baselbieter.

Ferati wieder neben Abraham

Neben der Aussenseiterrolle kann der FCB von einer seltenen Situation profitieren. «Wir haben keinen einzigen Verletzten mehr. Ich kann mich nicht erinnern, wann das zuletzt der Fall war», sagt Fink. Das führt zu einem grösseren Buhlen um die Plätze in der Startformation. Dabei gibt es wohl nicht allzu viele Überraschungen. Eigentlich wohl nur eine, die aber auch keine mehr ist: In der Innenverteidigung scheint Beg Ferati nach dem tollen Auftritt gegen Bayern die besseren Karten als Cagdas Atan zu haben. Schnelligkeit und Technik vor Kopfballstärke und Robustheit gegen die spielerisch starken Römer. «Wir können dieses Team schlagen, wenn wir die Fehler abstellen», betont Fink. Irgendwo muss man schliesslich die verlorenen Punkte von Cluj wettmachen.