Winterpause

Der FC Basel und die Aussicht auf besinnliche Tage

FCB-Sportchef Ruedi Zbinden spricht von einer Winterpause ohne Zu- und Abgänge.

FCB-Sportchef Ruedi Zbinden spricht von einer Winterpause ohne Zu- und Abgänge.

Beim FC Basel geht man davon aus, dass in dieser Winterpause sowie der Transferperiode keine Wechsel getätigt werden. Sportchef Ruedi Zbinden erklärt, wieso dem so ist.

Während Spieler, Staff-Mitglieder und der Cheftrainer am gestrigen Montag aus der Region in alle Himmelsrichtungen abgereist sind, ist einer zu Hause geblieben. Oder zumindest fast. Zwar musste Ruedi Zbinden an die Europa-League-Auslosung in Nyon reisen (siehe oben), dann hat es sich für ihn aber mit den vorweihnachtlichen Ausflügen. Statt wie alle anderen Exponenten in die Wärme zu flüchten, bleibt der Sportchef des FC Basel nämlich in der Region. Oder genauer gesagt: «Ich werde hier sein, in Basel», wie er am Sonntag nach dem Spielschluss erzählt.

Dass der Basler Sportdirektor keine Ferien geplant hat, könnte schnell Vermutungen aufkommen lassen, dass er keine Zeit dafür hat. Denn während das Tagesbusiness ruht, ist für gewöhnlich endlich Zeit da, um längerfristige Projekte anzugehen. Sprich: Transfers. Sowohl Zu- als auch Abgänge sind denkbar. In den letzten Jahren gab es beim FCB in der Winterpause immer Bewegungen, und sei es in diesem Januar nur die Neubesetzung der Fitnessabteilung gewesen.

Für diesen Winter aber sieht Zbinden keinen Handlungsbedarf und keine grossen Aktivitäten auf ihn zu kommen. Zugänge, so Zbinden, «sind nicht geplant. Das Kader steht und wir haben genug Leute.» Auch der Umstand, dass nach dummen Gelben beziehungsweise einer Gelb-Roten Karte im Spiel gegen Luzern nun insgesamt vier Spieler beim Rückrunden-Auftakt in Bern fehlen werden, ändere nichts an dieser Tatsache. «Wir werden schon noch eine Mannschaft auf den Platz kriegen», sagt Zbinden.

Europa League und EM als Argument

Während an der Einkaufs-Front also nichts oder höchstens Reaktionen auf Abgänge geplant sind, so könnten gewisse Spieler des FC Basel in diesem Winter durchaus andere Vereine anlocken. Man denke dabei nur an Eray Cömert, der schon länger im Fokus grosser Teams steht, oder an Noah Okafor, das Basler Juwel, und nicht zuletzt natürlich an Jonas Omlin, der gefühlt mit jeder Partie noch besser und damit noch interessanter für internationale Klubs wird.

Die guten Leistungen der gesamten Mannschaft in der Europa League werden all dies noch verstärken. Doch eben genau die Europa League ist in den Augen Ruedi Zbindens auch ein Argument für einen Verbleib beim FCB. Die Basler überwintern und kämpfen gegen Apoel um den Einzug in den Achtelfinal. «Dass wir international noch dabei sind, ist für jeden Spieler eine gute Plattform, um dort noch einmal etwas zeigen zu können. Daher denke ich nicht, dass wir Abgänge haben werden», gibt er zu Protokoll.

Und auch aus Spielersicht wären Transfers im Winter alles andere als sinnvoll. Einerseits, weil Wechsel im Winter und die Einfindung an einem neuen Ort traditionell schwerer sind als im Sommer. Andererseits aber auch, weil gerade die genannten Cömert, Okafor und Omlin sich mit Spielpraxis für ein Aufgebot für die EM im Sommer werden empfehlen wollen. Es darf also damit gerechnet werden, dass es sehr ruhige, besinnliche Tage werden für den FC Basel.

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