Zwei Unentschieden und ein knapper Sieg gegen ein unterklassiges Team - so liest sich die trostlose Bilanz des FC Basel von jenen Spielen, die jeweils am Wochenende auf die grossen Champions-League-Nächte folgten. 

Und genau so ein Spiel steht am Samstag (ab 20 Uhr im Liveticker) wieder an: jenes gegen Lausanne. Für Cheftrainer Urs Fischer ist klar: «Wir hatten diese Situation jetzt schon ein paar Mal und aus der Erfahrung sage ich, das wird ein heikles Spiel werden.»

Lausanne präsentierte sich zwar in den letzten Spielen ausser Form und kassierte drei Niederlagen in Folge. Aber, wie schon gegen GC letzte Woche, warnte Fischer genau davor: «Sie werden bereit sein und Vollgas geben.»

Mehr Aufwand nötig

Das erwartet Fischer auch von seinen Spielern. Einfach wird dies aber nicht, weil die Mannschaft einerseits zuerst die Niederlage gegen Paris Saint-Germain aus dem Kopf bringen muss, und andererseits die Nationalspieler geistig wohl schon halb abgereist sind.

Aber Fischer weiss genau, wie der erste Sieg in einem Post-Champions-League-Spiel geholt werden kann: «Wir müssen mehr Aufwand betreiben. Das müssen wir besser machen. Das wissen wir aber nicht erst seit dem Spiel gegen Paris.»

Der FCB-Coach meint damit, dass die Offensivakteure vermehrt den Weg in die Tiefe suchen müssen. «Die fehlt uns nämlich. Das ist auch ein Punkt, den ich der Mannschaft vor Augen geführt habe.» Um dort dann auch Erfolge erzielen zu können, müsse aber auch die Passgenauigkeit verbessert werden. Gegen Paris sah Fischer seine Spieler in der ersten Halbzeit 40 Mal in die Tiefe laufen, 25 Mal jedoch umsonst, weil der Pass nicht ankam. 

Dennoch sind diese Läufe enorm wichtig und der FCB-Trainer erwartet von seiner Mannschaft, dass diese unermüdlich solche Wege geht und solche Situationen provoziert. Denn: «Es gibt nichts Unangenehmeres für einen Verteidiger, als ein Stürmer der die Tiefe sucht.»

Welcher Stürmer bereits morgen Samstag diese Aufgabe umsetzen soll, verriet Fischer nicht. Es werde aber, wie gewohnt, den einen oder anderen Wechsel geben. Ein Kandidat, der auf die Bank gesetzt werden könnte, ist Birkir Bjarnason. Der Isländer wirkte zuletzt überspielt. Und auch wenn Fischer nicht dieses Wort verwendete, bestätigte er, dass Bjarnason pausieren könnte. 

Gaber und Delgado fit, Lang noch fraglich

Gezwungenermassen muss Fischer gegen Lausanne auf Manuel Akanji und Kevin Bua verzichten, ansonsten kann er fast aus dem Vollen schöpfen. Sowohl Omar Gaber als auch Matias Delgado, die beide im Spiel gegen PSG angeschlagen ausgewechselt werden mussten, haben sich erholt und stehen wieder zur Verfügung. 

Diesem abschliessenden Befund gibt es im Fall von Michael Lang noch nicht. Zwar konnte er, der das Spiel gegen PSG aufgrund einer Bänderverletzung noch verpasste, im Abschlusstraining am Freitag phasenweise wieder mittun, der definitive Entscheid wird aber erst am Samstag gefällt.