Mit dem 1:0-Sieg in der Champions League gegen Cluj hat der FC Basel gleich zwei siebenjährige Durststrecken beendet. Es war der erste Heimsieg in der Königsklasse seit dem 2:1 gegen Juventus Turin im März 2003 und das erste Spiel auf dieser Stufe ohne Gegentor seit dem 1:0 gegen La Coruña im Februar 2003.

Letzteres möchte Trainer Thorsten Fink nun morgen Sonntag in der Super League bei Neuchâtel Xamax wiederholen.

Ein «Zu-null-Sieg» ist dem FCB in der Meisterschaft schon länger nicht mehr geglückt. Am 1. August dieses Jahres war es, als man den FC St. Gallen 3:0 besiegte. «Es wird Zeit, dass wir auch in der Meisterschaft wieder einmal zu null spielen», sagt Fink.

Von jener Verteidigung, die das am vergangenen Dienstag so bravourös bewerkstelligte, steht dem Deutschen auf der Maladière aber nur die Hälfte zur Verfügung. David Abraham und Samuel Inkoom fehlen aufgrund von Sperren. «Das spielt gar keine Rolle. Die Mannschaft ist eingespielt, und Reto Zanni ist sehr erfahren», erklärt Fink. Neben Zanni wird Cagdas in die Startformation aufrücken.

«Wir möchten in der Meisterschaft ganz oben überwintern»

Doch nicht nur in der Verteidigung fehlen Stammkräfte, sondern auch in den Reihen davor. Gilles Yapi, der seine zweite Sperre absitzen muss, und der verletzte Marco Streller können auf bewährte Back-ups zählen.

Cabral und Federico Almerares haben gegen Cluj ihren Wert für den Schweizer Meister eindrücklich unter Beweis gestellt. «Man hat gesehen, dass Federico und Alex Frei gut zueinanderpassen.

Wer das Tor macht, ist mir schlussendlich egal», erklärt Fink. Zudem wird Xherdan Shaqiri wohl eine Verschnaufpause gegönnt. Der Nationalspieler stand zuletzt in Genf und gegen Cluj zusammen über drei Stunden auf dem Platz.

FCB will die Winter-Meisterschaft

Nach dem Weiterkommen im Schweizer Cup und im Europacup möchte der FCB die erste Saisonhälfte in der Super League nur zu gern auch noch positiv abschliessen. «Wir möchten in der Meisterschaft ganz oben überwintern», so Fink.

Dazu muss man gegenüber Leader Luzern zwei Punkte gutmachen und sich gleichzeitig den erstarkten FC Zürich vom Leib halten. Neun Zähler können die Basler vor Weihnachten noch ergattern. Mit Xamax, den Young Boys und GC warten drei unangenehme Gegner. Aber das sollte in dieser Phase kein Problem sein. «Wir haben alle unsere Zwischenziele erreicht.

Nun können wir uns ganz auf diese drei Spiele konzentrieren», sagt Fink. Das Spiel gegen Bayern München ist für den 43-Jährigen zweitrangig - zumindest im Moment.