FC Aarau
Der FC Aarau ist auf der Suche nach der richtigen Mischung

Elf Spieler kämpfen um die fünf Plätze im Mittelfeld. Trainer Marco Schällibaum hat die Qual der Wahl. Der 53-Jährige sagt: «Der Konkurrenzkampf lebt.»

Dean Fuss
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Aarau-Trainer Marco Schällibaum setzt beinahe in jedem Spiel auf Sandro Burki (links) und Carlinhos.

Aarau-Trainer Marco Schällibaum setzt beinahe in jedem Spiel auf Sandro Burki (links) und Carlinhos.

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Acht von zwölf möglichen Punkten hat der FC Aarau in den beiden letzten Partien der Hin- und den ersten beiden Partien der Rückrunde geholt. Es ist eine Bilanz, die durchaus Mut macht. Hat der Super-League-Absteiger noch auf dem letzten Tabellenrang der Challenge League überwintert, konnte er die rote Laterne nach dem 2:1-Sieg in Chiasso vom vergangenen Sonntag zumindest zwischenzeitlich direkt im Tessin lassen. Weil Chiasso aber gestern Sonntag gegen Wohlen 1:0 gewann, ist der FCA nun wieder zurück auf Feld 1 am Tabellenende – einen Punkt hinter Schaffhausen und Le Mont.

Burki und Carlinhos heben sich ab

Obwohl der FCA zuletzt viermal unbesiegt blieb, ist etwas augenfällig: Im Mittelfeld scheint Trainer Marco Schällibaum die richtige Mischung noch nicht gefunden zu haben. «Das ist tatsächlich so», bestätigt der 53-Jährige diese Feststellung, die allerdings nicht für Sandro Burki und Carlinhos gilt.

Der Captain spielte seit Schällibaums Amtsantritt im Oktober 2015 immer auf der Sechserposition und der Brasilianer war im zentralen offensiven Mittelfeld fast ausnahmslos gesetzt. «Sandro (Burki, Anm.d.Red.) ist einer, der das Team führen kann. Er macht das gut und arbeitet vor allem defensiv sehr diszipliniert. Offensiv hat er sicher noch Potenzial. Carlinhos hatte in der Rückrunde gute und weniger gute Phasen. Er spielt aber sehr teamorientiert und nimmt die Zweikämpfe vorbildlich an», erklärt Schällibaum, weshalb Burki und Carlinhos bisher zu seinen Fixstartern gehörten.

Der Einsatz muss verdient werden

Neben den beiden kamen in den Startformationen der vergangenen vier Partien mit Sven Lüscher, Luca Radice, Daniele Romano, Miguel Peralta, Olivier Jäckle und dem in der Winterpause zu Wil transferierten Marvin Spielmann sechs verschiedene Spieler im Mittelfeld zum Einsatz. «Dafür, dass ich immer wieder Umstellungen vorgenommen habe, muss ich natürlich auch meine Spieler in die Verantwortung nehmen. Sie haben mir auch dazu Anlass gegeben», sagt Schällibaum. Für ihn sind diese Umstellungen aber nicht nur Ausdruck seiner Suche nach der richtigen Mischung im Mittelfeld, sondern auch davon, dass die Qualität in seiner Mannschaft vorhanden ist. «Das zeigt, dass wir Optionen haben. Der Konkurrenzkampf lebt, jeder muss sich unter der Woche seinen Einsatz verdienen», sagt er.

Und das kann ja auch durchaus einen sehr positiven Effekt auf die Trainingsleistung der Mannschaft haben: Der Umstand, dass nicht alle Plätze im Mittelfeld einfach fix vergeben sind, dürfte dem einen oder anderen unter der Woche einen zusätzlichen Motivationsschub für die Trainingseinheiten geben.

Neben Russo fehlt auch Josipovic

Im Abschlusstraining vom späten Sonntagnachmittag, das der FCA auf dem Kunstrasenplatz der Zehndermatte in Gränichen absolvierte, fehlten drei Spieler. Neben Innenverteidiger Marco Thaler, der sich im Testspiel gegen Luzern (0:2) einen Bruch im Mittelfuss zugezogen hatte, muss der FCA in Neuenburg auch auf Torhüter Francesco Russo verzichten. Der 34-jährige Italiener hatte sich in Chiasso eine Zerrung im rechten Oberschenkel geholt und fällt mindestens für die Partie von heute Montag aus. Auch Stürmer Zoran Josipovic steht dem FCA mindestens am Montagabend nicht zur Verfügung. Der 20-Jährige plagt sich mit Problemen an der Achillessehne herum. Hingegen ist Stürmer Mart Lieder, der in Chiasso krankheitshalber gefehlt hatte, wieder fit.

Für das Montagsspiel zeichnete sich im Abschlusstraining erneut die eine oder andere Änderung ab. Schällibaum wägt seine Optionen aber noch ab. Er hatte bis am Sonntagabend noch keinen definitiven Entscheid über seine Stammformation gefällt.

Voraussichtliche Startaufstellung: Deana; Nganga, Besle, Garat, Jaggy; Burki; Peralta, Perrier, Carlinhos, Mobulu; Rossini.

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