FC Aarau

Der FC Aarau feiert einen ungefährdeten 3:1-Sieg gegen Schlusslicht Schaffhausen

Glückwunsch, Kollege! Miguel Peralta (rechts) gratuliert Patrick Rossini zu dessen Treffer zum 1:0.

Glückwunsch, Kollege! Miguel Peralta (rechts) gratuliert Patrick Rossini zu dessen Treffer zum 1:0.

Dank den Toren von Rossini (2) und Nganga sichert sich der FC Aarau gegen den FC Schaffhausen drei Punkte. Die Aargauer bleiben somit im siebten Spiel in Serie ungeschlagen und etablieren sich so langsam aber sicher im Mittelfeld der Tabelle.

Der FC Schaffhausen bleibt für den FC Aarau ein Lieblingsgegner. Nur eines der zehn letzten Duelle haben die Rüebliländer gegen die Nordschweizer verloren. Auch am Sonntag Nachmittag liessen sie auf dem Rasen des Stadions Breite nichts anbrennen und fuhren auf dem holprigen Geläuf einen verdienten 3:1-Sieg ein, welcher den Leistungen gerecht wurde.

Während die Schaffhauser zum siebten Mal in Folge ohne Sieg blieben, sind die Aarauer nun genauso lang ohne Niederlage. Sie haben sich mit dieser Serie auf den fünften Rang emporgearbeitet und werden mit dem Abstieg wohl kaum mehr etwas zu tun haben. «Dieser Sieg war ein wichtiger Schritt», sagte Marco Schällibaum, der seine Mannschaft mit derselben Aufstellung wie beim 1:0-Sieg gegen Le Mont hatte antreten lassen. Also erneut mit dem Zweimannsturm Patrick Rossini/Mart Lieder. «Das hat gut funktioniert, die beiden waren präsent», sagte der zufriedene Aarauer Trainer.

«Dafür bin ich da»

Präsent gewesen war, und dies vergass Schällibaum nicht zu erwähnen, aber auch Goalie Steven Deana, der schon in der zweiten Minute das Duell mit dem allein vor ihm aufgetauchten Schaffhauser Stürmer Faruk Gül für sich entschieden hatte. «Dafür bin ich da», sagte Deana, «nachher haben es meine Vorderleute dann aber sehr gut gemacht. Ich brauchte nicht mehr viel zu halten.» Auch, weil Gül nach einer guten halben Stunde kläglich über den Ball geschlagen hatte, statt die Kugel aus bester Abschlussposition ins Netz zu schiessen. Es war die Bestätigung dafür, wie schwer sich die Schaffhauser in der Offensive tun, seit der neunfache Saisontorschütze Igor Tadic wegen eines Kreuzbandrisses nicht mehr zur Verfügung steht.

Interviews mit Doppeltorschütze Patrick Rossini sowie mit Cheftrainer Marco Schällibaum nach dem 3:1-Sieg gegen Schaffhausen.

Interviews mit Doppeltorschütze Patrick Rossini sowie mit Cheftrainer Marco Schällibaum nach dem 3:1-Sieg gegen Schaffhausen.

Einen echten Torjäger haben dagegen die Aarauer in der Winterpause mit Patrick Rossini erhalten. Mit seinen beiden Toren gegen seinen früheren Klub FC Schaffhausen hat er nach fünf Einsätzen immerhin schon drei Treffer auf dem Konto. Es könnte sein, dass der Tessiner der entscheidende Transfer gewesen ist, um die Abstiegsangst aus dem Brügglifeld zu verscheuchen. Auch die Schaffhauser hatten versucht, Rossini als Tadic-Ersatz zurückzuholen und sich gute Chancen dafür ausgerechnet, weil sie Ezgjan Alioski an den FC Lugano abgaben.
«Schaffhausen hat seine Chancen nicht genützt, wir dagegen waren effizient», sagte Rossini, der zuvor viele Hände geschüttelt hatte.

Der FCA war der Chef auf dem Platz

Schon nach zwölf Minuten war er mit einem Foulpenalty erfolgreich gewesen, nachdem Schiedsrichter Lionel Tschudi ein Foul von André Neitzke an Luca Radice gesehen hatte. Und sieben Minuten vor dem Ende war er cool genug geblieben, um Joker Carlinhos feines Zuspiel zum vorentscheidenden 3:1 zu nützen.

Dies war vor allem deshalb von grosser Bedeutung gewesen, weil die Gastgeber kurz zuvor ihre 419-minütige Torsperre beendet hatten. Als nach einem Handspiel von Juan Pablo Garat der Schaffhauser Regisseur Gianluca Frontino den fälligen Strafstoss zum 1:2-Anschlusstreffer verwandelt hatte und sein Team damit die Chance witterte, vielleicht doch noch wenigstens ein Unentschieden zu schaffen.

Danach hatte es spätestens nach Igor Ngangas 2:0 (54.) nicht mehr ausgesehen. Der Aussenverteidiger hatte Miguel Peraltas Cornerflanke ins Tor gelenkt. Die Aarauer waren danach die Chefs auf dem Platz und hatten durch Garat und Lieder gute Chancen zum 3:0. Das Auslassen sollte sich aber nicht rächen, sodass Luca Radice bilanzieren konnte: «Wir haben eine gute Leistung geboten, das Selbstvertrauen ist definitiv zurück. Nun freuen wir uns auf das Derby gegen Wohlen.»

Lesen Sie hier den Liveticker vom Spiel nach:

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