Challenge League
Davide Callà: «Das Ziel ist die Super League»

Der FC Aarau trifft morgen Samstag (17.45 Uhr, Brügglifeld) als Leader im Spitzenspiel der Challenge League auf Verfolger Wil. Nach sieben Spielen ohne Niederlage sollen auch gegen die Ostschweizer drei Punkte eingefahren werden.

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Aarau ist längst nicht mehr das Team der Stunde. Aarau ist mehr. Zu souverän traten die Weiler-Jungs in den vergangenen Wochen auf - sechs Siege und ein Unentschieden in den letzten sieben Partien unterstreichen den derzeitigen Höhenflug. Im morgigen Heimspiel gegen Wil werden die Gastgeber mit breiter Brust auftreten. „Wir wollen in die Super League", spricht Mittelfeld-Leader Davide Callà Klartext und schiebt nach: „Dafür müssen wir gegen Wil gewinnen." Nach einer scheinbar endlosen Verletzungsmisere scheint Callà den Tritt immer besser zu finden. Mit fünf Saisontoren ist der GC-Neuzugang, der morgen seinen 28. Geburtstag feiert, zu einem Leader des Leaders aufgestiegen. Aber der schweizerisch-italienische Doppelbürger will mehr: „Ich bin erst bei 80 Prozent meiner Leistungsfähigkeit." Wie Callà wohl bei 100 Prozent spielen wird?

Konstanz als Zauberwort

So oder so, der FCA ist Favorit. Nicht nur morgen, sondern gegen jeden Verein aus der Challenge League. Das Zauberwort für den Erfolg ist simpel: „Konstanz", sagt FCA-Trainer René Weiler. Denn Punkte geben Motivation, Motivation schafft Selbstvertrauen und Selbstvertrauen mündet nicht selten in Erfolg. Beim FCA stimmt derzeit alles. René Weiler tritt demonstrativ auf die Euphorie-Bremse und warnt vor den Ostschweizern: „Unser Gegner hat ebenfalls eine gute Serie hingelegt. Es wird ein Kampfspiel." Um das Wort „Sieg" kommt Weiler aber nicht herum. „Als Leader muss man gewinnen." Das soll auch der derzeitige Anspruch auf dem Brügglifeld sein.

Wil, ein starker Unbekannter

Dass die Aarauer den Tabellenzweiten nicht unterschätzen, kommt nicht von ungefähr. Fünf Siege aus den letzten sechs Partien sprechen für sich. Mit Rüpel-Stürmer Adis Jahovic stellten die Äbtestädter hinter Luganos Armando Sadiku den zweitbesten Torschützen der Liga (7 Treffer). Nur: Dieser wechselte unlängst nach Zürich und soll Ende Oktober seine Tore für den FCZ schiessen. Bitter. Immerhin erzielten die Wiler in den letzten sechs Spielen nicht weniger als 13 Tore. Und wer soll nun die Tore für den FCW machen? Abwarten. Für Aarau kanns nur von Vorteil sein.

Voraussichtliche Aufstellung des FC Aarau: Mall; Widmer, Jäckle, Garat, Nganga; Sheholli, Ionita; Callà, Burki, Romano; Senger.