Der YB-Mittelfeldspieler Zakaria steht in diesen Tagen im Tessin erstmals im Kader der Schweizer Nationalmannschaft. Er gab am Samstag im Testspiel gegen Belgien sein Debüt für die SFV-Auswahl. Nun reist er mit der Erfahrung von nur einem Länderspiel an die EM - genau wie der Innenverteidiger Nico Elvedi (ebenfalls 1 Länderspiel) und der Offensivspieler Shani Tarashaj (2), welche den letzten Kader-Cut ebenfalls überstanden.

Der Platz des 21-jährigen Tarashaj im EM-Kader war deshalb kaum in Gefahr, weil der personelle Spielraum in der Offensive nach den Verletzungen von Josip Drmic und Renato Steffen und aufgrund der unsicheren Entwicklung bei Breel Embolos Knieproblemen eng begrenzt ist.

Im Falle von Elvedi und Zakaria entschied sich Petkovic offensichtlich für die Jugend und gegen die Erfahrung. Er gab den beiden 20-Jährigen den Vorzug gegenüber den routinierteren Philippe Senderos (31) mit seinen bislang vier Turnier-Teilnahmen und Luca Zuffi (26) mit seiner Erfahrung von 29 Europacup-Spielen mit Thun und dem FC Basel.

Senderos' Ausbootung hatte sich nach der gegen Belgien abermals ungenügenden Leistung und dem Verschulden des ersten Gegentores abgezeichnet. Nico Elvedi, der im Notfall auch auf der Seite verteidigen kann, komplettiert das Quartett der Innenverteidiger mit Johan Djourou, Fabian Schär und Steve von Bergen.

Abzusehen war, dass neben einem Innenverteidiger und einem zentralen Mittelfeldspieler auch ein Aussenverteidiger würde heimreisen müssen. Wie erwartet traf es Silvan Widmer von Udinese, der auf der rechten Seite hinter Captain Stephan Lichtsteiner und Michael Lang ohnehin bloss die Nummer 3 gewesen wäre.