Für Anelka war nach zwei Spielen die WM beendet. Trainer Raymond Domenech schickte den Stürmer nach dessen wüsten Beschimpfungen sofort nach Hause.

Anelkas WM-Bilanz: 117 Minuten gespielt, 68 Ballkontakte, 2 Fouls begangen und jedes Mal ausgewechselt. Traurig für einen der besten Stürmer der Welt.

Schon vorher hatte die französische Sportzeitung «France Football» gewarnt: «Sein Talent stand bei seinen bisherigen acht Clubs nie zur Debatte, aber der Bad Boy ist ein Kind von Polemik und Zwietracht, das sich mit den Jahren nicht beruhigt hat.»

Eine riesige Skandal-Akte

Die Skandal-Akte Anelka ist riesig. Beim FC Arsenal nahm ihn die englische Presse wegen seines Benehmens unter Beschuss.

Bei Real Madrid fehlte er mehrere Tage unentschuldigt beim Training und wurde dafür 45 Tage suspendiert. Schon nach einer Saison verliess er nach Mega-Zoff den Verein. 2002 wollte er nicht für die Nationalmannschaft spielen. Begründung: Trainer Santini wolle ihm nicht wirklich eine Chance geben.

Bei all seinen Vereinen knallte er regelmässig mit Trainern, Spielern oder Journalisten zusammen. Anelka spielte schon für Paris St. Germain, Arsenal London, Real Madrid, FC Liverpool, Bolton Wanderers, Manchester City, Fenerbahce Istanbul und Chelsea London.

Jetzt hat Anelka, mit einer Gesamtablösesumme von 134 Millionen Euro der teuerste Spieler der Welt, einen neuen Tiefpunkt erreicht. Eine Fast-Food-Kette will Plakate mit dem wilden Kicker-Star abhängen.