Eines der grössten Märchen in der europäischen Fussballwelt nimmt ein abruptes Ende. Im April 2014 sichert sich der Amateurverein Luzenac AP fünf Runden vor Saisonende den Aufstieg in die Ligue 2 und damit den Zugang in den Profi-Fussball. Nun muss der Klub aus dem 650-Seelen-Dorf in den französischen Pyrenäen zurück in die siebte Liga.

Was ist passiert? Bereits Ende August wurde Luzenac vom Ligaverband LFP die nötige Lizenz für die Ligue 2 verweigert. Das eigene Stadion sei zu klein und das Alternativstadion zu teuer. Luzenac ging vor das Zivilgericht und bekam vorerst Recht.

Obwohl der französische Fussballverband (FFF) Luzenac die Zweitliga-Zugehörigkeit schliesslich nachträglich zugestand, weigerte sich die LFP weiterhin, diesen Entscheid umzusetzen.

Das bittere Ende des Märchens

Nun ist der Entscheid definitiv. Luzenac wird nicht nur die Teilnahme in der Ligue 2 verweigert, der Klub muss sogar zurück in die 7. Liga. Beim letzten Treffen mit dem Fussballverband am Mittwoch kann erneut keine Lösung gefunden werden, um Luzenac in einer professionellen Liga einzugliedern.

Ex-Weltmeister und Manager des Vereins, Fabien Barthez, sagt danach: «Die Weigerung, Luzenac zu akzeptieren, beendet dieses Projekt. Die Geschichte endet hier». 

Der Entscheid war nicht nur für Barthez und Ducros, sondern auch für die Spieler hart: «Wer hätte denn gedacht, dass wir uns fünf Monate nach dem Aufstieg in einem Parkhaus auf Wiedersehen sagen müssen?» sagt der 35-jährige Nicolas Dieuze.

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