«BURSTRECKYS»
Das FCB-Barometer: Der FC Basel gegen St.Gallen mit viel jungem Blut in der Startelf

Die neue Führung um Bernhard Burgener hat sich das Spektakel und die Jugendförderung auf die Fahne geschrieben. Wir messen nach jedem Spiel, wie gut der FCB in den beiden Kategorien abschneidet.

Alessia Bassi
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Traf gegen seinen Ex-Verein St. Gallen zweimal: Basels Albian Ajeti

Traf gegen seinen Ex-Verein St. Gallen zweimal: Basels Albian Ajeti

KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

Mit Bernhard Burgener kam ein Mann als neuer Präsident, der seine Millionen insbesondere auch in der Filmbranche gemacht hat. Wenn einer weiss, was es braucht, um die Menschen mit einer Geschichte zu fesseln, dann er. Und genau das haben Burgener und sein Team sich auf die Fahne geschrieben: Der FCB soll die Menschen wieder bewegen, nicht einfach nur von Erfolg zu Erfolg hetzen.

Deshalb hat man das Team verjüngt und mit Raphael Wicky einen neuen Trainer verpflichtet. Auch nach dem 3:0 gegen St.Gallen beurteilen wir, was uns der FCB in Sachen Unterhaltung und Jugend geboten hat. In Anlehnung an Präsident Bernhard Burgener, Sportchef Marco Streller und Trainer Raphael Wicky vergeben wir pro Kategorie zwischen 1 und 10 «Burstreckys».

Unterhaltung

Für die 24 812 Zuschauer, die es trotz eisiger Temperaturen ins Joggeli schafften, hat sich die Reise gelohnt. Der FCB spielt St.Gallen an die Wand. Als Albian Ajeti das 1:0 erzielt, hatten die Basler bereits mehrere Top-Chancen vergeben. Doch das tut nichts zur Sache, da bis dahin von den Ostschweizern nichts zu sehen ist – sie kommen gerade mal auf
25 Prozent Ballbesitz. Auch nach Ajetis Tor lassen die Basler nicht locker. Keine Spur von Resultat verwalten. So folgt bald das 2:0 und das 3:0. Richtig in Bedrängnis kommt das Heimteam dabei nie. Dafür gibt es sechs «Burstreckys». Für mehr hätte es einen stärkeren Gegner gebraucht. Und ein bisschen mehr Zauber vom FC Basel.

Zur Verfügung gestellt

Jugend

Mit Blas Riveros (19), Albian Ajeti (20), Manuel Akanji (22), Alexander Fransson (23) und Mohamed Elyounoussi (23) steht viel junges Blut in der Startelf. Und sie sind es auch, die das Spiel bestimmen. Albian Ajeti trifft gegen seinen Ex-Verein gleich doppelt. Alexander Fransson nutzt die Chance, die Raphael Wicky ihm gibt und weiss mit ansprechender Leistung zu überzeugen – und zwar nicht nur beim Assist zum 1:0. Auch das 3:0 erzielt ein junger Spieler. Manuel Akanji trifft nach einem Freistoss aus rund 30 Metern. Der Sieg gegen St.Gallen geht somit auf das Konto der Basler Jungmannschaft. Dafür werden sie mit acht «Burstreckys» belohnt.