Das Spiel gegen die Chilenen wird «anderes Spiel» als das gegen Spanien. Das weiss auch Trainer Ottmar Hitzfeld. Die Chilenen spielen schneller und viel gradliniger. Die Truppe aus Südamerikaner besteht vor allem aus sprintstarken Spielern, die schnell von Verteidigung auf Angriff umschalten und den direkten Weg zum Tor schiessen. Das Rezept, um gegen Chile zu bestehen, bleibt für Hitzfeld das gleiche wie jenes gegen Spanien. Dicht machen, konzentriert spielen, Chancen nutzen. Und so wird es gemacht:

Die Schweiz darf sich das Spiel der Chilenen nicht aufzwingen lassen. Das heisst, die Schweizer müssten Tempo aus dem Spiel nehmen statt mitgehen zu wollen.

Die Schweiz muss sehr kompakt auftreten. «Wir müssen noch kompakter auftreten als gegen Spanien», sagt Hitzfeld. Will heissen: Die Schweizer müssen die Räume eng machen und dafür sorgen, dass die Chilenen nicht durch den Schweizer Beton durchkommen.

Mit beiden Füssen auf dem Boden bleiben. Die Schweizer müssen also nicht schön spielen, sondern wirkungsvoll. Das machen, was zu tun ist.

• Laufen, laufen, laufen und nochmals laufen. Im der Partie gegen Spanien hat Hitzfelds Truppe 120 Kilometer zurückgelegt, so viele wie an der WM bisher noch keine andere Mannschaft in einem Spiel. Hitzfeld fordert, dass seine Leute läuferisch wieder an die Grenze gehen und sogar noch mehr rennen.

• Konzentriert spielen. Denn die Chilenen werden mentale Aussetzer gnadenlos ausnutzen.

• Wenig Flanken zu lassen. Flügelspiel und präzise Flanken sind Stärken der Chilenen. Vor allem die Aussenverteidiger sind also gefordert.

Alle, wirklich alle Spieler, müssen eine Top-Leistung bringen. Goalie Diego Benaglio muss mindestens zwei «Big Saves» zeigen. Eren Derdiyok muss einen weiteren Geniestreich hervorzaubern.

Der Schiedsrichter aus Saudi Arabien, Khalil Al Ghamdi, muss korrekt pfeiffen, aber sicher nicht gegen die Schweiz. (rsn)