1. Weil an der Langstrasse keiner schöner feiert

Redaktor Marius Egger: «Ich wohne im Quartier. Vergesst die Kroaten. Vergesst die Portugiesen. Vergesst die Italiener. Die Albaner sind die wahren Feier-Europameister. Sie können am längsten am Stück hupen. Sie haben die krachendsten Motoren. Und sie können am Längsten (an der Langstrasse bis morgens um 3 Uhr). Das schaffen nicht mal die Brasilianer!»

Wie zum Beweis: «Nur Albaner hupen», schrieb uns ein User zum Video unten. Der Autokorso fuhr nicht nach dem albanischen Sieg gegen Rumänien durch die Langstrasse – sondern nach der 0:1-Niederlage gegen die Schweiz:

"Nur Albaner hupen"

2. Weil ein Weiterkommen für die Super League super gewesen wäre

Ein sehr grosser Teil der Albaner spielt entweder in der Schweiz oder wurde hierzulande ausgebildet. Ihr Weiterkommen hätte ein Zeichen dafür gesetzt, was für Fachleute schon länger klar ist: Dass das Niveau der Super League besser ist als ihr Ruf.

Albanische Nationalspieler in der Super League: Vaduz-Angreifer Armando Sadiku kämpft gegen Taulant Xhaka von Meister Basel. bild: keystone

Albanische Nationalspieler in der Super League: Vaduz-Angreifer Armando Sadiku kämpft gegen Taulant Xhaka von Meister Basel. bild: keystone

3. Weil die Albaner mittlerweile schon fast unsere Brüder sind

Nichts zeigt den Umstand, dass die Albaner unsere Brüder sind, besser als die Familie Xhaka. Granit traf mit der Schweiz auf seinen Bruder Taulant, der für Albanien aufläuft.

Auch dieser Fan konnte sich nicht auf einen Xhaka festlegen

4. Weil diese zwei nicht mehr im Fernsehen kommen

5. Weil Albanien der einzige Neuling ist, den es erwischt hat

Was haben uns die «Kleinen» begeistert! Allen voran natürlich der Fussball-Exot Island, aber auch Nordirland und Wales mit seinen tollen Fans und die Slowaken haben es in die Achtelfinals geschafft. Albanien ist der einzige EM-Neuling, der in der Gruppenphase hängengeblieben ist. Das zeigt, dass Glück und Pech durchaus eine Rolle spielen. Viel fehlte den Albanern gegen die Schweiz und vor allem gegen Frankreich nicht zum Unentschieden, das das Weiterkommen bedeutet hätte.

Zu Tode betrübt: Mergim Mavraj nach dem 0:2 gegen Frankreich – bis zur 90. Minute stand es noch 0:0.

Zu Tode betrübt: Mergim Mavraj nach dem 0:2 gegen Frankreich – bis zur 90. Minute stand es noch 0:0.

6. Weil sie ein Opfer des Modus wurden

Sportredaktor Sandro Zappella (als Italien-Fan sieht er sich ebenfalls als Opfer des ver*°§&*ten Modus, Anmerkung der Kollegen): «Es ist doch unfair, dass die Albaner als erstes Team ihr drittes Gruppenspiel absolvieren mussten. Die Konkurrenten in den anderen Gruppen wussten so im Voraus genau, welches Resultat ihnen nützt. Das ist Wettbewerbsverzerrung.»

Achtelfinalspiele Euro2016

7. Weil man im Tippspiel viele Punkte hätte holen können

Sportredaktor Ralf Meile: «In einem Tippspiel, bei dem vor dem Turnier schon der gesamte Verlauf vorhergesagt werden musste, hatte ich die Albaner im Viertelfinal. Ich hatte so sehr an sie geglaubt, sie schmissen in den Achtelfinals sogar England raus. Mann, das hätte Punkte gegeben!»