FCB-Zahl der Woche

Darum ist der FC Basel 18 Punkte näher an YB dran

Fabian Frei und sein FC Basel sind YB auf die Pelle gerückt.

Fabian Frei und sein FC Basel sind YB auf die Pelle gerückt.

Aus 1:3 und 19 Punkten Rückstand hat der FC Basel innert eines Jahres ein 3:0 und nur noch einen Punkt Rückstand gemacht. Der sportliche Wandel spiegelt sich auch in den Zahlen wieder.

Genau vor einem Jahr war der FC Basel nach dem 16. Spieltag am Tiefpunkt. Nach einer 1:3-Heimniederlage gegen YB und dem Absturz auf Rang 4 in der Tabelle beklagten sich die Spieler bei Präsident Bernhard Burgener über Trainer Marcel Koller. 19 Punkte Abstand auf den Leader waren der Grund für die schlechte Laune aller Beteiligten.

Genau ein Jahr später ist die Situation eine ganz andere. Mit 3:0 fegt der FCB-Orkan über die Young Boys hinweg und sorgt in Bern für Flaute. Marcel Koller grinst nach dem Spiel in die Kameras, während sich YB-Trainer Gerardo Seoane kritischen Fragen stellen muss.
Warum sein Team zum Beispiel elf Gegentore in den letzten vier Spielen kassiert hat? Oder warum der FCB plötzlich 18 Punkte aufgeholt hat? Seoane begründet das damit, dass die vergangene Saison eine «Rekordsaison» war und in diesem Jahr nicht mehr alles von alleine läuft. Fakt ist, dass Basel erstmals seit August 2016  – damals noch unter Urs Fischer – wieder ein wichtiges Spiel gegen YB gewinnen konnte.

Ein Blick auf unsere Zahlen zeigt: Die Basler haben sich sowohl offensiv (mehr Ballbesitz, mehr Torchancen, mehr Tore, weniger Offsidestellungen) als auch defensiv (weniger Gegentore, weniger Fouls) gesteigert. In so mancher Kategorie hat der FCB bereits bessere Werte als Leader YB.

Nur die Eckball-Statistik schwimmt gegen den Strom. Vor einem Jahr erspielte sich Rotblau deutlich mehr Eckbälle als in der laufenden Saison. Dazu kommt, dass der FCB in dieser Spielzeit nach Cornern nicht gerade gefährlich ist. Nur eine der 73-Liga-Ecken fand den Weg ins Tor. Es war der Kopfball von Omar Alderete gegen YB.

Auch die steigende Zahl gegnerischer Ecken bei FCB-Spielen macht auf den ersten Blick keinen Sinn. Hier lassen Basel und YB mehr zu. Doch während der FCB zum selben Zeitpunkt der letzten Saison bereits sechs Eckball-Gegentore kassiert hat, gab es in dieser Saison erst zwei Gegentore nach Ecken. Auch hier steht der FCB offenbar besser und die Spieler haben keinen Grund mehr, sich beim Präsidenten zu beklagen.

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