WM-Splitter
Dank Fussball-WM: Kenianische Stadt hat weniger Verbrechen

In der kenianischen Stadt Kisumu hat die Weltmeisterschaft in Brasilien für einen signifikanten Rückgang sämtlicher Straftaten gesorgt. Und lesen Sie noch mehr Kurznews zur WM im Splitter.

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Kisumu, die kenianische Stadt, hat mit Gewaltdelikten zu kämpfen - offenbar nicht während der WM.

Kisumu, die kenianische Stadt, hat mit Gewaltdelikten zu kämpfen - offenbar nicht während der WM.

Keystone

Die WM, dein Freund und Helfer: In der kenianischen Stadt Kisumu hat die Weltmeisterschaft in Brasilien für einen signifikanten Rückgang sämtlicher Straftaten gesorgt.

"Die Kriminellen sind zu sehr mit Fussball beschäftigt, um noch nach draussen zu gehen und zu stehlen", sagte David Ng'etich, Polizei-Beamter aus Kisumu, der Tageszeitung The Star: "Vor allem die Jugendlichen haben jetzt etwas Sinnvolles zu tun. Ich hoffe nur, dass der Frieden nach der WM anhält."

Kisumus Polizeichef Musa Kongoli bestätigte, dass es seit WM-Beginn "keinen allzu ernsten Kriminalfall" gegeben habe. "Lediglich einmal habe ein Polizist einen Fußball-Fan in einer Videothek nach einem Handgemenge erschossen", sagte Kongoli.

Kisumu gehört zu den Städten mit der höchsten Verbrechensrate in dem ostafrikanischen Staat. Kenia war in der zweiten Phase der Afrika-Qualifikation für die WM in Brasilien gescheitert.

Müller über Müller

Für den ehemaligen Goalgetter Gerd Müller steht fest, dass Thomas Müller der nächste WM-Rekordtorschütze wird. "Ich bin mir sicher, dass sich Thomas Müller den Torrekord holt, denn er hat ja noch zwei bis drei weitere Weltmeisterschaften vor sich", so Gerd Müller, der Schütze des entscheidenden Treffers im WM-Final 1974 (Deutschland - Holland 2:1). Thomas Müller (25) ist nach dem Hattrick gegen Portugal bei acht WM-Toren angelangt. Mit 15 Treffern liegt Brasiliens Ronaldo in der ewigen WM-Torschützenliste vor den Deutschen Miroslav Klose und Gerd Müller (je 14).

Pelé steckte während Brasilien-Spiel im Stau fest

Das Verkehrschaos der Millionenmetropole São Paulo hat auch Pelé nicht verschont. Der Jahrhundertfussballer kam am Dienstag aus Santos und steckte in São Paulo im Verkehr fest. So musste er die erste Halbzeit der Partie zwischen Brasilien und Mexiko (0:0) im Radio verfolgen. Eigentlich hätte er pünktlich im Morumbi-Stadion sein wollen, um dort die in Fortaleza ausgetragene Partie auf einer Grossleinwand zu verfolgen. "Ich habe sehr gelitten und die erste Halbzeit im Auto am Radio gehört", sagte Pelé.

Tumulte beim Public Viewing in São Paulo

Nach dem WM-Gruppenspiel zwischen Brasilien und Mexiko (0:0) ist es beim FIFA-Fanfest in São Paulo zu Tumulten gekommen. Die Show musste unterbrochen werden, nachdem einige Fans versuchten, auf das mit rund 30'000 Besuchern bereits voll ausgelastete Gelände zu gelangen. Die Polizei versuchte, die Fans davon abzuhalten. Bereits vor dem Spiel hatten verärgerte Fans Flaschen auf Polizisten geworfen, weil ihnen der Einlass zum Fan-Fest verwehrt worden war.

Wegen Nebel Flug und Spiel verpasst

Starker Nebel behinderte am Dienstag den Flugverkehr in Rio de Janeiro und führte zum Ausfall zahlreicher Flüge. Einige WM-Fans sassen auf dem nationalen Flughafen Santos Dumont fest und verpassten sowohl ihren Flug nach Belo Horizonte als auch das Spiel Belgien - Algerien (2:1). Rund 30 Flüge fielen nach lokalen Medienberichten aus, da der Flughafen während vier Stunden teilweise gesperrt werden musste.

Der sitzende Holländer

Louis van Gaal hat die Position der Trainerbänke im WM-Stadion von Porto Alegre kritisiert. Der Bondscoach bemängelte vor der Partie der Holländer gegen Australien im Estadio Beira-Rio, dass sein Arbeitsplatz viel zu tief liege. "Ich kann nichts sehen", sagte van Gaal. "Genau in der Mitte sitzt ein Kameramann. Der nimmt allen Trainern die Sicht." Van Gaal intervenierte deshalb noch während des Abschlusstrainings beim Verantwortlichen der Arena. "Man ist gezwungen zu stehen. Aber ich bin ein sitzender Coach", sagte der 62-Jährige.

Noch immer gibt es Tickets

Für die ausstehenden Spiele stehen weiterhin noch wenige Restkarten zur Verfügung. Nach Angaben des Weltverbandes sind noch 4082 Tickets erhältlich, ausschließlich zu beziehen über die Internetseite der Fifa. An den Schaltern vor Ort liegen überdies noch immer fast 200000 bereits bezahlte Karten, die von ihren Käufern noch nicht abgeholt wurden. Die WM-Spiele sind indes auch außerhalb der Stadien ein Renner in Brasilien. Zum Abschluss des ersten Gruppen-Spieltags am Dienstag wurde auf den offiziellen Fanfesten der FIFA in den zwölf WM-Städten die Marke von einer Million Besuchern geknackt. 1,3 Millionen Fans verfolgten nach Angaben des Weltverbands bislang auf diesen Veranstaltungen die Begegnungen.