Sions Präsident Christian Constantin hat damit (vorerst?) richtig spekuliert. Der Gang vor das zivile Gericht brachte Erfolg. Die Klage führten nicht er oder der Verein, sondern die sechs Spieler Mario Mutsch, Gabri, Pascal Feindouno, José Gonçalves, Billy Ketkeophomphone und Stefan Glarner.

Die Swiss Football League (SFL) mit Präsident Thomas Grimm hat nun nach Absprache mit der FIFA entschieden, die Spieler aufgrund der super-provisorischen Verfügung des zivilen Gerichts zu lizenzieren. Glarner und Gonçalves, die national transferiert wurden, sind somit für das morgige Meisterschaftsspiel des FC Sion gegen den FC Basel spielberechtigt. Bei den vier international transferierten Spielern steht die Spielberechtigung unter dem Vorbehalt der Freigabe durch den bisherigen Klub und Verband im Transfer Matching System der FIFA.

Ausgestanden ist der 'Fall Sion' aber noch nicht. Anfang nächster Woche wird der Entscheid der CAS in Lausanne betreffend der von der FIFA verhängten Transfer-Sperre gegen Sion entscheiden. Und auch der Protest von Sion gegen die Wertung der 1:2-Niederlage in der 2. Runde gegen YB ist noch hängig. Mit dem Urteil des Gerichts in Martigny ist eine Wiederholung dieser Partie durchaus möglich.