Gewalt im Stadion
Christian Gross fordert lebenslanges Stadionverbot für Hooligans

Für solche Personen dürfe es keine zweite Chance geben, sagt der neu YB-Trainer: «Das Stadion ist da, um einen Fussballmatch anzuschauen. Gibt es Krawalle bei Pop-Konzerten? Nie! Das muss unser Ziel sein.»

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Christian Gross will keine Hooligans im Stadion (Archivbild)

Christian Gross will keine Hooligans im Stadion (Archivbild)

Keystone

Der Fussball werde missbraucht, um Aggressionen loszuwerden. Lösungsansätze im Kampf gegen Hooligans müssten neue Stadien, ein klares Sicherheitskonzept und gute Fan-Beauftragte sein, sagt Gross in der Zeitung «Der Sonntag»: «Es beginnt aber beim Pyro-Feuerwerk: Das stört mich extrem. Pyro gehört einfach nicht ins Stadion. Die Leute bekommen Angst und es können erst recht Aggressionen entstehen.»

Der Genussfaktor für ihn als Trainer während eines Spiels sei «klein», so Gross weiter: «Ich bin so involviert, dass ich mich zwar freuen kann, aber es ist schwierig für mich, ein Spiel zu geniessen.» Es gebe keine Garantie, dass er mit YB den Titel holen werde, aber: «Wir wollen in den Kampf um den Titel eingreifen.» Einzig «nicht optimal» sei der Kunstrasen in Bern. Wenn der Kunstrasen rausgenommen werde, gebe es ein logistisches Problem: «Die Tendenz geht aber ganz klar zurück zum Naturrasen.»

Zugleich kritisiert Gross das Vorgehen der neuen Xamax-Führung um den tschetschenischen Geschäftsmann Bulat Tschagajew: «Ich finde es weiss Gott nicht glücklich, dass als Erstes das Xamax-Emblem geändert wurde. Das tut doch allen Xamaxien weh. Das muss man sich doch vorher überlegen.» Gross kündigte weiter seinen Umzug von Zürich-Höngg nach Bern an.

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