Europa League

Celtic knackt die Abwehr nicht: Sion geht mit intakten Chancen ins Rückspiel

Tackling von Sions Serey Die (rechts) gegen Joe Ledley

Tackling von Sions Serey Die (rechts) gegen Joe Ledley

Der FC Sion übersteht das schwere Auswärtsspiel bei Celtic Glasgow unbeschadet. Die Walliser gehen nach dem 0:0 mit intakten Chancen ins Rückspiel der Europa-League-Playoffs.

Wie erwartet setzte Trainer Laurent Roussey einige der Sittener Neuzugänge ein, die in den letzten Wochen nicht nur in der Schweiz so viel von sich reden gemacht hatten. Auch in Schottland war der Streit zwischen Christian Constantins FC Sion und den internationalen Verbänden ein Thema. Celtic' Trainer Neil Lennon wünschte sich im Vorfeld der Partie, dass ein wenig Klarheit in die Affäre kommen würde.

Das war nicht der Fall. Die UEFA verzichtete trotz ihres Unmutes über die Lizenzierung des Sextetts darauf, einen Kommentar abzugeben oder die Spieler zu sperren. Ihr fehlte nach dem Urteil des Zivilgerichts in Martigny die rechtlichen Grundlagen, um gegen den FC Sion vorzugehen. So konnten José Gonçalves, der sein Debüt für die Walliser gab, und Pascal Feindouno von Beginn weg auflaufen. Gabri und Mario Mutsch wurden im Verlauf der Partie eingewechselt.

Die Sittener hatte sich mehr noch als vor einer Sperre durch die UEFA vor der Startviertelstunde im Celtic Park gefürchtet. Ein Anfangsfurioso der Schotten war erwartet worden. Es blieb aus. Die ersten Minuten vergingen erstaunlich unspektakulär. Der FC Sion hatte fast eine halbe Stunde sogar mehr Spielanteile. Dann wurde das Publikum, das auch deshalb zahlreich erschienen war, weil die Saisonabonnenten Gratiseintritt genossen, lauter und die Spieler des 42-fachen schottischen Meister offensiver.

Der Schweizer Cupsieger hielt sich aber auch dann noch gut, als das Tempo höher wurde und die Zweikämpfe ruppiger. Nur sporadisch geriet die Abwehr unter Druck und Goalie Andris Vanins musste eingreifen.

Der lettische Goalie präsentierte sich nach der von Roussey überraschend verordneten Pause im letzten Meisterschaftsspiel gegen Luzern in alter Form. Vor der Pause stoppte er zunächst den Iren Anthony Stokes und lenkte kurz darauf einen Kopfball von Kris Commons über die Latte. Sein Meisterstück lieferte Vanins in der 69. Minute ab. Spektakulär parierte er einen direkten Freistoss des Sekunden zuvor eingewechselten Shaun Maloney.

Celtic Glasgow - Sion 0:0.

Celtic Park. - 50'000 Zuschauer. - SR Strahonja (Kro).

Celtic Glasgow: Forster; Cha, Majstorovic, Mulgrew, Mark Wilson; Brown, Ki, Ledley, Commons (56. Forrest); Stokes (68. Maloney), Samaras (McCourt).

Vanins; Vanczak, Dingsdag, Adailton, Gonçalves, Bühler; Serey Die, Obradovic (85. Gabri); Feindouno (92. Rodrigo); Sio, Afonso (50. Mutsch).

Bemerkungen: Celtic ohne Kelvin Wilson, Hooper, Kayal und Izaguirre (alle verletzt). Sion ohne Mrdja und Yoda (beide verletzt). Verwarnungen: 33. Dingsdag (Foul). 37. Stokes (Unsportlichkeit 'Schwalbe'). 43. Mark Wilson (Foul). 62. Adailton(Foul).

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