FC Aarau
Captain Sandro Burki: «Wir sind nun einmal ein Abstiegskandidat»

Beim FC Aarau sitzt die Enttäuschung nach der 0:3-Niederlage gegen den FC Luzern tief – ab Dienstag steht für das Team von Trainer Sven Christ das Sechspunkte-Spiel in Vaduz zum Abschluss der Vorrunde im Fokus.

Dean Fuss
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FCA-Captain Sandro Burki fordert die Rückkehr zum einfachen Spiel.

FCA-Captain Sandro Burki fordert die Rückkehr zum einfachen Spiel.

foto-net / Alexander Wagner

Nichts war es für die Spieler des FC Aarau am Sonntagmorgen mit Ausschlafen: Auf punkt halb zehn Uhr hatte Trainer Sven Christ sein Team ins Brügglifeld bestellt. Einer rund vierzigminütigen Joggingrunde im Wald folgte im Anschluss eine Mannschaftssitzung in den Stadionräumlichkeiten.

Zu besprechen gab es einiges. Nach dem schwachen Auftritt des FCA bei der 0:3-Heimniederlage gegen das Tabellenschlusslicht Luzern droht die Vorrunden-Bilanz nach ansprechendem Beginn ins Negative zu kippen. Vor dem Luzern-Spiel hat der FC Aarau zuletzt auch in Basel (0:3) und gegen den FC Zürich (0:1) verloren. Erstmals in dieser Saison setzte es damit drei Niederlagen in Serie ab, in den letzten sechs Spielen erzielten die Aarauer zudem gerade einmal zwei Tore. Erstmals in dieser Saison haben die Aarauer nicht mehr mindestens so viele Punkte wie Spiele auf ihrem Konto. Der FCA steckt ausgerechnet vor dem Sechspunkte-Spiel auswärts beim FC Vaduz in der Krise.

Sven Christ: «Die Spieler haben mich verstanden»

Trainer Sven Christ zeigte sich auch am Tag nach dem 0:3 enttäuscht: «Nicht nur wegen der Niederlage an sich, sondern in erster Linie aufgrund der Art und Weise», sagte der 40-Jährige. Weil aber eben bereits in einer Woche die Reise nach Liechtenstein zum letzten Spiel vor der Winterpause ansteht, legte er in der Teamsitzung grossen Wert auf die richtige Mischung zwischen Analyse und erster Vorbereitung. «Ich habe die Fehler vom Samstag und das, was mir nicht gepasst hat angesprochen. Ich habe das Gefühl, dass mich die Spieler verstanden haben. Jetzt müssen wir das erst einmal sacken lassen.»

Der Kampf gegen die Negativspirale

Auch an seinen Spielern ist das 0:3 nicht spurlos vorbeigegangen. «Das war von A bis Z eine schlechte Leistung. Dafür müssen wir uns bei den Fans entschuldigen», sagte etwa Torhüter Joël Mall. Der 23-Jährige hatte beim Gegentreffer zum 0:2 keine gute Figur abgegeben, als er den Ball nach einem Missverständnis mit Verteidiger Kim Jaggy nicht zu fassen kriegte. «Wenns nicht läuft, dann kommt halt auch noch das Pech hinzu. Wir müssen jetzt schauen, dass wir aus dieser Negativspirale herauskommen. So geht es nicht weiter», so Mall.

Dem pflichtete Captain Sandro Burki bei: «Wir müssen zum einfachen Spiel zurückkehren, das uns sowohl in der vergangenen Saison, als auch zu Saisonbeginn ausgezeichnet hat.» Er ärgert sich, dass sich sein Team zuletzt mit vielen Eigenfehlern immer wieder selber in die Bredouille gebracht hat. Und wenn der 29-Jährige davon spricht, das zuletzt die Effizienz gefehlt habe, dann dürfte er sowohl Frank Feltschers riesige Chance auf den möglichen Ausgleich im Luzern-Spiel als auch Stephan Andrists Lattenknaller aus dem Basel-Spiel unmittelbar vor Augen haben. Burki bedauert, dass mit der Niederlage vom Samstag die für die Winterpause anvisierten 20 Punkte nicht mehr zu schaffen sind. «Wir sind nun einmal ein Abstiegskandidat. Entsprechend wollen wir in Vaduz unbedingt gewinnen, diese Punkte sind enorm wichtig», sagt er.

Der Montag ist trainingsfrei

Nach der sonntäglichen Einberufung ins Brügglifeld dürfen sich die Spieler übrigens heute erholen: Die Trainingseinheit vom Montag wurde von Trainer Christ gestrichen. Ab morgen dreht sich dann beim FC Aarau alles um das wichtige Spiel beim FC Vaduz. Die Reise ins Ländle lohnt sich für FCA-Fans: Der Eintritt ins Rheinpark Stadion ist gratis.

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