Brasilien hat sich als Sieger der Gruppe E für die K.o.-Runde qualifiziert. Der fünffache Weltmeister gewann zum Abschluss der Gruppenphase in Moskau gegen Serbien nach einem spektakulären Auftritt 2:0 und trifft in den Achtelfinals am Montag in Samara auf Mexiko.

Mittelfeldspieler Paulinho nach einem glänzenden Steilpass von Philippe Coutinho (36.) und Thiago Silva mit einem Kopfball (68.) erzielten die Tore in einem nach der Pause spektakulären und wilden Spiel, in dem der Rekordweltmeister auch im 15. Pflichtspiel unter Trainer Tite ungeschlagen blieb – und endlich andeutete, zu was er wirklich fähig ist.

Die Partie im Spartak-Stadion im Nordwesten Moskaus hatte sich als Endspiel angekündigt. Und als die Schweiz im Parallelspiel gegen Costa Rica nach einer halben Stunde in Führung ging, zeichnete sich ab, dass Serbien wohl nur ein Sieg reichen würde, um sich ebenfalls das Achtelfinal-Ticket zu sichern – auf Kosten Brasiliens.

Vorerst alles nach Plan

Für die Südamerikaner lief vorerst aber alles nach Plan, ein Traumpass von Philippe Coutinho und ein Stellungsfehler des ehemaligen U20-Weltmeisters Milos Veljkovic, der neu in die serbische Mannschaft gerückt war, ermöglichten die verdiente Führung Brasiliens durch Paulinho, nachdem Neymar diese zuvor noch knapp verpasst hatte (25.).

Und in der Defensive liess die Seleção wie bereits gegen die Schweiz (1:1) und Costa Rica (2:0) kaum etwas anbrennen.

Doch der Favorit kam nach dem Seitenwechsel noch einmal ins Wanken, fiel aber nicht. Als die Minuten zu verrinnen begannen und den Serben das Ausscheiden drohte, stemmten sie sich mit dem Mute der Verzweiflung gegen die Niederlage.

In ihrer besten Phase nach knapp einer Stunde schnürten sie die Brasilianer minutenlang ein und kamen mehrmals gefährlich vor das Tor. Zum serbischen Ausgleich fehlte wenig, Aleksandar Mitrovic bot sich zweimal mit dem Kopf die Chance zum 1:1.

Nach einem Fehler von Alisson brachte der Mittelstürmer, der gegen die Schweiz getroffen hatte, den Ball nicht an Verteidiger Thiago Silva vorbei (61.), vier Minuten später scheiterte Mitrovic aus kurzer Distanz an Alisson. Fast im Gegenzug entschied Thiago Silva nach einer Cornerflanke von Neymar mit dem 2:0 die Partie endgültig.

Brasilien im Fahrplan

Brasilien vermochte in der Vorrunde zwar nicht in allen Spielen restlos zu überzeugen, doch im Gegensatz zu anderen Mitfavoriten auf den Titel geriet der Rekordweltmeister nie in Gefahr, frühzeitig zu scheitern.

Auch gegen Serbien kontrollierten die Südamerikaner das Spielgeschehen über weite Strecken und fanden die Balance zwischen Offensive und Defensive bis auf eine kurze Ausnahme immer. Und als die Partie entschieden und das Weiterkommen gesichert war, setzte Brasilien in den letzten 20 Minuten zur Freude des überwiegend gelb-gekleideten Publikums noch zu einer Gala an. Es war auch ein Zeichen an die Konkurrenz - mit dem Rekordweltmeister ist in Russland definitiv zu rechnen.