Fussball-WM

Brasilien, Schweiz, Costa Rica, Serbien: Das müssen Sie über die Gruppe E wissen

Gruppe E: Brasilien, Schweiz, Costa Rica, Serbien

Gruppe E: Brasilien, Schweiz, Costa Rica, Serbien

Brasilien, Schweiz, Costa Rica, Serbien – wer qualifiziert sich für die Achtelfinals? Wer ist der Cheftrainer? Und welche Spieler ragen aus dem Kollektiv heraus? Das müssen Sie vor dem Auftaktspiel der Gruppe E wissen.

Brasilien: Unter Tite wieder auf Kurs

Brasilien

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Brasilien tat sich schwer, die Blamage von der Heim-WM 2014 zu verarbeiten. Nach dem 1:7 im Halbfinal gegen Deutschland scheiterte zunächst Dunga als Nationaltrainer am Wiederaufbau. Erst unter dem in Europa kaum bekannten Tite, der seine grössten Erfolge in São Paulo mit Corinthians feierte, gelang dem Rekord-Weltmeister der Umschwung. Als erstes Team qualifizierte sich Brasilien für die WM in Russland, nachdem die Copa America 2016 mit einem Vorrunden-Out hinter Peru und Ecuador sowie der Entlassung von Dunga geendet hatte.

Die Brasilianer spielen unter Tite kompakter als zuvor und haben ein Mittelfeld, das nicht nur zum Zaubern da ist. Real Madrids Casemiro ist auch in der "Seleção" für die undankbare, aber wertvolle Defensivarbeit vor der Verteidigung zuständig. Aussergewöhnliche Techniker hat die Mannschaft (wie immer) mehr als genug, wobei der wiedergenesene Neymar als Dreh- und Angelpunkt heraussticht. Mit ihm bilden Philippe Coutinho und der erst 20-jährige Gabriel Jesus den Sturm.

Schweiz: Endlich mal wieder in den Viertelfinal

Schweiz

Schweiz

Die Schweiz nimmt zum vierten Mal in Folge an einer WM teil. Zählt man die EM-Endrunden hinzu, hat sich die SFV-Auswahl für sieben der letzten acht grossen Turniere qualifiziert. In Russland soll nun erstmals seit der Heim-WM 1954 der Sprung in die Viertelfinals gelingen. Das Team von Trainer Vladimir Petkovic hat von den letzten 18 Pflichtspielen nur eines verloren - 0:2 im letzten Oktober in Portugal.

Die Schweizer Equipe ist erfahren. Der Grossteil der Internationalen bestreitet in Russland bereits die dritte Endrunde. Geprägt wird das Team von Spielern aus den vier Top-Ligen. Von der mutmasslichen Stammformation spielen vier Akteure in Italien, drei in Deutschland, zwei in England und einer in Spanien. Dreh- und Angelpunkt ist Arsenal-Regisseur Granit Xhaka, der Captain Stephan Lichtsteiner wurde mit Juventus Turin soeben zum siebten Mal in Folge italienischer Meister.

Costa Rica: Riesentöter aus Mittelamerika

Costa Rica

Costa Rica

Seit der WM 2014 weiss man, dass die Fussballer aus der fünf Millionen Einwohner zählenden Republik Costa Rica nicht nur in Nord- und Mittelamerika alle das Fürchten lehren, sondern jede arrivierte Mannschaft. In Brasilien besiegten die Costa-Ricaner Uruguay und Italien in der Gruppe, Griechenland im Penaltyschiessen in den Achtelfinals. Erst die zweite Penalty-Entscheidung gegen die Niederlande bedeutete das Out. Zwei bis drei Spielergenerationen vorher hatte Costa Rica erstmals aufgetrumpft. An der WM 1990 in Italien besiegte es Schweden und Schottland, bevor es in den Achtelfinals der Tschechoslowakei unterlag.

Im Kader stehen diverse Söldner, so Keylor Navas (Real Madrid), Joel Campbell (Betis Sevilla), Bryan Ruiz (Sporting Lissabon) und Lausannes Mittelfeldspieler Yeltsin Tejeda. Vielleicht wäre Costa Rica auch an der WM 1954 in der Schweiz zu sehen gewesen. Aber der Verband hatte damals die Anmeldefrist für die Qualifikation verpasst. Die FIFA liess sich nicht erweichen.

Serbien: Ende einer Durststrecke

Serbien

Serbien

Serbien qualifizierte sich erstmals seit 2010 für ein grosses Turnier - und musste sich kurz nach der erfolgreichen Qualifikation dennoch auf die Suche nach einem Nationaltrainer begeben. Der Verband trennte sich von Slavoljub Muslin, der angedeutet hatte, dass sich die Funktionäre in seinen Aufgabenbereich eingemischt hätten. Nun hat der frühere Bundesliga-Verteidiger und 49-fache Internationale Mladen Krstajic das Sagen. Er war zuvor Assistent von Muslin.

Drei Spieler, die 2010 bei der WM dabei waren, gehören immer noch zum Kader: Captain Branislav Ivanovic, Goalie Vladimir Stojkovic und Aussenverteidiger Aleksandar Kolarov. Sie werden in Russland zusammen mit Nemanja Matic von Manchester United die Teamstützen eines eher jungen Ensembles sein. Als grösstes Talent wird der 22-jährige Sergej Milinkovic-Savic von Lazio Rom angesehen. Im Sturm fehlen die Ausnahmekönner, zu den Angreifern im WM-Kader gehört auch der in St. Gallen geborene Aleksandar Prijovic von PAOK Saloniki.

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