Die Basis zum Sieg in einer äusserst attraktiven Partie legte Belgien in der ersten Halbzeit. Beim 1:0 war allerdings einiges Glück dabei, lenkte doch Fernandinho in der 13. Minute einen Eckball von Nacer Chadli mit dem rechten Oberarm ins eigene Tor ab. Es war erst das zweite Eigentor eines Brasilianers in der WM-Geschichte.

Umso schöner war dann das 2:0 (31.), das Kevin De Bruyne mit einem herrlichen Schuss von der Strafraumgrenze erzielte, nachdem die Brasilianer Romelu Lukaku viel zu viel Platz gelassen hatten.

Somit kassierte die Seleção zum ersten Mal seit dem 30. März 2016 zwei Gegentore in einem Spiel. Nach der Pause drückten die Brasilianer mächtig, mehr als der Anschlusstreffer durch einen Kopfball von Renato Augusto (76.) gelang dem fünffachen Weltmeister aber nicht. In der 8. Minute war Thiago Silva am Pfosten gescheitert.

Der zweite Halbfinal-Einzug der Belgier an einer WM nach 1986 kommt nicht von ungefähr. Die «Roten Teufel», die im Achtelfinal gegen Japan ein 0:2 in ein 3:2 gedreht hatten, blieben zum 24. Mal in Serie ungeschlagen und weisen als einzige Mannschaft an diesem Turnier eine makellose Bilanz aus.

Nach dem dritten Viertelfinal-Aus der Brasilianer an den letzten vier Weltmeisterschaften ist auch klar, dass ein europäisches Team den Pokal am 15. Juli in die Höhe stemmen wird. Belgiens Halbfinal-Gegner am Dienstag in St. Petersburg ist Frankreich.