Axpo Super League

Bewährungsprobe für den neuen Leader Luzern

FCL-Trainer Murat Yakin zeigt wo's langgeht.

FCL-Trainer Murat Yakin zeigt wo's langgeht.

Nach der Nationalmannschafts-Pause ist vor dem Champions-League-Auftakt und der 1. Hauptrunde im Schweizer Cup: Die 8. Runde dient den ASL-Klubs als wichtige Standortbestimmung.

Nach etwa einem Fünftel der Meisterschaft ist bloss noch ein Team ungeschlagen. Leader Luzern will die weisse Weste auch im heutigen Heimspiel gegen den FC Zürich wahren. Die "swissporarena" dürfte erneut mit 17'000 Besuchern ausverkauft sein, wenn Luzern die Leader-Position verteidigt. Die Yakin-Brüder verzücken die Supporter der Blau-Weissen in schöner Regelmässigkeit. Der FCL agiert im Moment sehr effizient. In der Offensive ist man jederzeit imstande, um die Gegner mit Kreativität und Tempo vor unlösbare Probleme zu stellen. Und die Abwehr zeichnet sich durch solide Arbeit aus. Der vom Challenge-League-Verein Wil gekommene Innenverteidiger Sally Sarr beispielsweise zählt zu den Entdeckungen des Saison-Starts.

FCZ-Trainer Urs Fischer weiss um die schwierige Aufgabe von heute Abend. Umso mehr, weil Captain Silvan Aegerter mit einer Adduktoren-Verletzung ausfällt. Fischer äussert sich lobend über die Arbeit seines Antipoden Murat Yakin: "Seine Handschrift ist erkennbar. Luzern ist sehr gut organisiert. Und sie sind stark bei Konter-Angriffen." Von der eigenen Truppe erwartet Fischer, dass sie in der Defensive Konsequenz beweist und zur Kompaktheit findet. Dies soll zu einer höheren Konstanz beitragen. Gegen Basel und YB hat der FCZ jeweils in der Nachspielzeit eindrucksvolle Auswärtssiege sichergestellt, gegen die tiefer eingestuften Klubs aus der Romandie hingegen gab es lauter Niederlagen.

Hat Titelverteidiger Basel mit dem Sieg gegen Thun den Turnaround einleiten können? Darüber gibt möglicherweise das heutige Spiel der Rot-Blauen im Stade de Genève gegen den erstaunlichen Aufsteiger Servette Genf Aufschluss. FCB-Trainer Thorsten Fink hatte nach dem 2:1 gegen Thun gesagt, nun habe für sein Team die Meisterschaft angefangen. Vier Tage vor dem wichtigen Champions-League-Spiel gegen Otelul Galati (Rum) wird der deutsche Coach wahrscheinlich rotieren. So soll sich Granit Xhaka schonen dürfen. Fraglich ist der Einsatz des Überfliegers Xherdan Shaqiri. Der Mittelfeldspieler, der am Dienstag mit seinen drei Toren gegen Bulgarien europaweit für Aufsehen gesorgt hat, klagt über Leistenbeschwerden.

Servette hatte zuletzt mit dem 4:0 in Sitten einen überraschend deutlichen (Prestige-)Erfolg gefeiert. Für die Genfer dürfte elementar sein, ob sie ihren ehemaligen Stürmer Alex Frei in den Griff kriegen werden. Der Anpfiff ist auf Wunsch der Polizei um zwei Stunden nach hinten verschoben worden. Die Behörden hatten Bedenken bezüglich der Sicherheit geäussert. Die Rede war von einem sogenannten "Hoch-Risiko-Spiel" gewesen.

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