Super League
Bei GC wird gehandelt: Gegen St. Gallen steht erstmals Joël Mall im Tor

Die Grasshoppers sind mit zwölf Gegentoren in fünf Spielen die Schiessbude der Liga. Nun reagiert Trainer Pierluigi Tami und stellt Ex-FCA-Goalie Joël Mall erstmals auch in der Meisterschaft anstelle von Vaso Vasic zwischen die Pfosten.

Dean Fuss
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Joël Mall darf im Cup gegen den SC Buochs erstmals das GC-Tor hüten

Joël Mall darf im Cup gegen den SC Buochs erstmals das GC-Tor hüten

Keystone

Während den Spielern des FC Aarau das Lachen mehr und mehr vergeht, hat wenigstens einer ihrer ehemaligen Teamkollegen Grund zur Freude: Joël Mall wird am Sonntag, 23. August, beim Auswärtsspiel in St. Gallen (13.45 Uhr) zu seinem Meisterschaftsdebüt im Dress der Grasshoppers kommen. Das bestätigt GC-Trainer Pierluigi Tami gegenüber «blick.ch». Der Tessiner ist nicht zufrieden mit der miserablen Gegentor-Bilanz seines Teams von insgesamt zwölf Gegentreffern in fünf Spielen.

«Das heisst nicht, dass Vaso für die zwölf Gegentore alleine verantwortlich ist. Wir haben zwei gute Torhüter, aber jetzt musste ich agieren», so Tami weiter. Zu Vasics Leidwesen, der in der vergangenen Saison noch seinen in diesem Sommer zum MSV Duisburg abgewanderten iranischen Konkurrenten Daniel Davari den Nummer-1-Status genommen hatte, ruhen die Hoffnungen der Grasshoppers nun auf Mall.

Mall, dessen Vertrag beim FC Aarau nach dem Abstieg aus der Super League seine Gültigkeit verlor, war in der Sommerpause zu den Grasshoppers gewechselt. Dass es mit Vasic ein harter Kampf um den Platz als Stammtorhüter werden würde, war ihm bereits damals klar. Aber: «Ich gebe in jedem Training Vollgas. Klar rechne ich mir Chancen auf die Nummer 1 aus, aber am Schluss entscheidet der Trainer», sagte der 24-Jährige damals gegenüber der «Nordwestschweiz».

Pflichtspiel-Première bereits im Cup erfolgt

Zum Auftakt des Schweizer Cups durfte Mall am Sonntag, 16. August, beim unterklassigen SC Cham (4:1-Sieg) bereits ein erstes Mal in einem Pflichtspiel das GC-Tor hüten. Nun ist seine Chance auch in der Super League gekommen. Gleichzeitig aber dürfte ein gewisser Druck auf seinen Schultern lasten.

Grundsätzlich ist die Kritik an der GC-Defensive ein Klagen auf hohem Niveau, denn gleichzeitig mit der schlechtesten Abwehr stellen die Zürcher mit 19 Toren in fünf Spielen auch die beste Offensive. Und diese will Trainer Tami unbedingt so treffsicher beibehalten: «Wir müssen unser Gleichgewicht finden. Ich will Fortschritte in der Defensive sehen. Aber, was wir dabei nicht verlieren wollen, ist die Tatsache, dass wir die beste Offensive der Liga stellen.»

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