Diese waren mit Bastian Schweinsteiger, dem Torschützen zum Schlussresultat von 1:1, alles andere als zimperlich umgegangen. "The Sun" titelte auf der Internetseite gross: "You Schwein!". Der "Daily Mirror" schrieb in seiner Printausgabe gar: "You dirty Schwein". Die Bayern geisselten die beiden Medien für ihre "respektlose, diskriminierende und persönlich beleidigende" Berichterstattung.

"Beide Blätter hatten einen beleidigenden Anstrich", kommentierte auch Erich Laaser, Präsident des Verbandes Deutscher Sportjournalisten. "Im Grunde genommen steht die Pressefreiheit über allem, aber auch die hat ihre Grenzen", urteilte der Sat1-Reporter. Hendrik Zörner, Pressesprecher des Deutschen Journalisten-Verbandes wertete die Verfehlung der englischen Revolverblätter als "schwerwiegenden Fall". "Die Headlines sind schon deutlich unter der Gürtellinie und würden in Deutschland nicht gedruckt werden - das verbietet der Pressekodex", sagte er.

Die Bayern riefen indirekt auch die Europäische Fussball-Union zum Handeln auf. "Gerade in der Champions League ruft die UEFA in einer grossen Kampagne europaweit zu "Respect" auf. Alle Spieler tragen diesen Schriftzug bei den Spielen auf den Trikots, sämtliche Teilnehmer des Wettbewerbs werden zur Einhaltung von "Respect" verpflichtet", schrieben die Münchner in einer Stellungnahme.