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Bayern München strauchelt in Nürnberg

Admir Mehmedi wirft sich in den Zweikampf mit Nico Schulz

Admir Mehmedi wirft sich in den Zweikampf mit Nico Schulz

Borussia Dortmund erhält im Titelrennen der Bundesliga unverhofft Unterstützung von einem Abstiegskandidaten. Nürnberg ringt Bayern München im Sonntagsspiel ein 1:1 ab.

Mit dem 2:4 gegen Schalke hatte Borussia Dortmund der Mannschaft von Bayern München die Tür zum sechsten Meistertitel in Folge am Samstag weit aufgestossen. Tags darauf tat sich aber auch der Serienmeister unverhofft schwer gegen eine Mannschaft, die gegen den Abstieg kämpft. In Nürnberg konnten die Bayern am Ende gar froh über den Punktgewinn sein. Sie lagen vor Serge Gnabrys Ausgleich in der 75. Minute eine knappe halbe Stunde in Rückstand und hatten in der Nachspielzeit grosses Glück, als Nürnbergs Tim Leibold einen von Alphonso Davies mit ausgefahrenem Ellbogen verursachten Foulpenalty an den Pfosten schoss.

Durch das Remis vergrösserte sich Bayerns Vorsprung in der viertletzten Runde nur um einen Punkt. Dortmund, bei dem der Trainer Lucien Favre die Meisterschaft am Samstag verbal bereits abgeschenkt hatte, liegt drei Spiele vor Schluss zwei Punkte hinter dem Leader. Die Bayern müssen unter anderem am vorletzten Spieltag noch beim formstarken Tabellendritten RB Leipzig bestehen.

Möglicherweise werden sich die Münchener noch darüber ärgern, dass sie selbst den Sieg in Nürnberg auch auf dem Fuss hatten. Kingsley Coman vergab bei einem Konter in den letzten Sekunden nach langem Solosprint alleine vor Nürnbergs Torhüter Christian Mathenia. Dazu hatten David Alaba und James Rodriguez in der regulären Spielzeit je die Torumrandung getroffen.

Hoffenheim von Wolfsburg gebremst

Hoffenheim erlitt im Kampf um die Europacup-Plätze einen Dämpfer. Durch das 1:4 zuhause gegen Wolfsburg verpasste die Mannschaft von Julian Nagelsmann den Sprung auf Platz 5.

Einmal mehr in dieser Saison mussten sich die Hoffenheimer an die eigene Nase fassen. Gegen Wolfsburg gingen sie durch Adam Szalai früh in Führung, verpassten dann aber das 2:0 mittels Foulpenalty, den Andrej Kramaric an den Pfosten setzte. Nach dem Ausgleich durch William unterliefen dem sonst zuverlässigen Hoffenheimer Keeper Oliver Baumann in der zweiten Halbzeit zwei Fehlgriffe zum 1:3.

Die erste Niederlage nach zuvor vier Siegen verhinderte, dass Hoffenheim bis auf einen Punkt zu Eintracht Frankfurt auf Platz 4 aufschliessen konnte. Die Wolfsburg-Schweizer Admir Mehmedi und Renato Steffen können derweil wieder stärker auf eine Europacup-Teilnahme mit den Wölfen hoffen. Sie liegen nur noch einen Punkt hinter dem 7. Platz, der dank den Cupfinalisten Bayern München und Leipzig zum Einzug in die Qualifikation zur Europa League verhilft.

Telegramm und Rangliste:

Hoffenheim - Wolfsburg 1:4 (1:1). - 27'725 Zuschauer. - Tore: 9. Szalai 1:0. 41. William 1:1. 69. Weghorst 1:2. 85. Arnold 1:3. 89. Weghorst 1:4. - Bemerkungen: Wolfsburg mit Mehmedi (bis 84.) und Steffen (ab 57.). 15. Kramaric (Hoffenheim) schiesst Foulpenalty an den Pfosten.

Nürnberg - Bayern München 1:1 (0:0). - 50'000 Zuschauer. - Tore: 48. Pereira 1:0. 75. Gnabry 1:1. - Bemerkung: 91. Leibold (Nürnberg) schiesst Foulpenalty an den Pfosten.

Rangliste: 1. Bayern München 31/71 (80:30). 2. Borussia Dortmund 31/69 (74:40). 3. RB Leipzig 31/64 (59:24). 4. Eintracht Frankfurt 31/54 (58:35). 5. Borussia Mönchengladbach 31/51 (49:38). 6. Bayer Leverkusen 31/51 (57:49). 7. Hoffenheim 31/50 (66:45). 8. Wolfsburg 31/49 (52:46). 9. Werder Bremen 31/46 (53:46). 10. Fortuna Düsseldorf 31/40 (44:60). 11. Hertha Berlin 31/37 (41:48). 12. Mainz 05 31/36 (37:52). 13. SC Freiburg 31/32 (40:56). 14. Augsburg 31/31 (47:59). 15. Schalke 04 31/30 (36:54). 16. VfB Stuttgart 31/24 (28:67). 17. 1. FC Nürnberg 31/19 (25:57). 18. Hannover 96 31/18 (26:66).

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