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Bayern München kann in Dortmund einen grossen Schritt machen

Am Dienstag trifft Leader Bayern München auswärts auf Borussia Dortmund

Am Dienstag trifft Leader Bayern München auswärts auf Borussia Dortmund

Am Dienstag könnte im Bundesliga-Spitzenspiel zwischen Borussia Dortmund und Leader Bayern München die Vorentscheidung um den Titel fallen.

Kaum hat die Bundesliga den Spielbetrieb wieder aufgenommen, steht schon der Tag der (Vor-)Entscheidung an. Zumindest in den Planspielen von Bayern München ist das so. Gewinnt der Titelverteidiger das Geisterspiel in Dortmund, beträgt der Vorsprung auf den ersten Verfolger schon sieben Punkte - bei noch sechs ausstehenden Spielen. Deshalb sagte Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc vor dem Spitzenspiel. "Da braucht man kein allzu grosser Prophet zu sein. Wenn wir um die Meisterschaft mitspielen wollen, sollten wir gewinnen."

Favre: "Sind besser geworden"

Die Dortmunder und ihr Schweizer Trainer Lucien Favre dürften dem Duell gegen den Serienmeister eigentlich zuversichtlich entgegenblicken, schliesslich hat die Borussia seit der Winterpause wie Bayern München neun von zehn Spielen gewonnen; seit dem Wiederbeginn vor zehn Tagen zweimal ohne Gegentor. Doch die Bilanz der letzten Partien gegen die Bayern ist niederschmetternd. Fünf der letzten sechs Duelle gingen verloren, mit einem Torverhältnis von 5:24. Und auch die jüngste Heimbilanz gegen die Münchner ist negativ (nur zwei Siege in sieben Spielen).

In den Köpfen haben sie in Dortmund natürlich noch immer das 0:4 im letzten November in München. Es war das Spiel, das die Zeit von Favre beim BVB fast zu Ende gehen liess. Mittlerweile sitzt der Westschweizer wieder fest im Borussia-Sattel, und das Debakel von München ist für Favre kein Gradmesser im Hinblick auf das Rückspiel vom Dienstag. "Wir sind besser geworden. Wir spielen mit einem anderen System, das besser ist für unser Kader. Wir haben im Winter zwei Spieler verpflichtet und haben eine andere Präsenz."

Haaland vs. Lewandowski

Mit den Verstärkungen im Winter ist natürlich Erling Haaland gemeint. Der 19-jährige Norweger hat sich in der Bundesliga auf Anhieb durchgesetzt. Zwar ging er am Samstag beim 2:0 in Wolfsburg leer aus, trotzdem steht er seit seinem Wechsel von Red Bull Salzburg bei zehn Toren in zehn Spielen. Diese Quote könnte ein Trumpf sein für Dortmund im Meisterduell, stünde auf der Gegenseite nicht ein Spieler, der statistisch noch besser ist als Haaland: Robert Lewandowski. Der Pole erzielte in dieser Saison für Bayern in 25 Meisterschaftsspielen 27 Tore.

Während Haaland am Anfang seiner (Bundesliga-)Karriere steht, spielt der bald 32-jährige Lewandowski bereits die zehnte Saison in Deutschland. Der junge Lewandowski war dabei durchaus nicht gleich erfolgreich wie Haaland in diesem Frühjahr in Dortmund. In seiner ersten Saison in der Bundesliga - ebenfalls bei Borussia Dortmund - schoss Lewandowski nämlich nur acht Tore. Für seine ersten zehn Bundesliga-Treffer benötigte der Pole nicht 10 Spiele sondern deren 38.

Aber: Lewandowski wurde in Deutschland 2010/11 auf Anhieb Meister. Davon kann Haaland zumindest noch träumen. Aber dazu braucht er am Dienstag mit seinem Team gegen Lewandowskis Bayern einen Sieg - "da braucht man kein allzu grosser Prophet zu sein."

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