Bundesliga

Bayern München deklassiert Dortmund mit 4:0 – Hansi Flick bleibt Trainer

Die Bayern jubeln nach dem 4:0 gegen Dortmund.

Die Bayern jubeln nach dem 4:0 gegen Dortmund.

Bayern München entscheidet das Bundesliga-Spitzenspiel gegen Dortmund souverän für sich. Der Meister setzt sich gegen harmlose Gäste daheim mit 4:0 durch. Hansi Flick darf Trainer bleiben.

Eine Woche nach der höchsten Bundesliga-Niederlage seit zehn Jahren, dem 1:5 bei der Eintracht Frankfurt, und der darauf folgenden Entlassung von Trainer Niko Kovac setzte Bayern München ein eindrückliches Zeichen. Die Münchner dominierten die Partie gegen Dortmund von der ersten Minute an. Sie waren in allen Belangen besser.

Robert Lewandowski schoss in der 17. Minute mit dem Kopf nach einer intelligenten Flanke von Benjamin Pavard das 1:0 und traf eine Viertelstunde vor Schluss auch zum 3:0. Lewandowski setzte damit seine Serie fort. Der Pole hat in jeder Runde mindestens einen Treffer erzielt und steht nun schon bei 16 Saisontoren.

Die Dortmunder von Lucien Favre, die gute Wochen hinter sich hatten, wirkten hilflos. Dass sie nur mit 0:1 zurücklagen, war die einzige gute Nachricht zur Pause. Doch keine zwei Minuten nach Wiederanpfiff sorgte Serge Gnabry für das 2:0. Es war ein einseitiges Duell, wie zuletzt zwischen den beiden Mannschaften in München immer. In den letzten fünf Bundesliga-Spielen bei den Bayern holten die Dortmunder keinen Punkt und kassierten 24 Treffer.

Flick bis auf Weiteres

Auch am frühen Samstagabend war die Defensive des BVB um Goalie Roman Bürki und Innenverteidiger Manuel Akanji fast immer beschäftigt, während deren Vorderleute kaum mal in den gegnerischen Strafraum kamen. Hansi Flick, der neue Trainer der Bayern, machte beste Werbung für sich. Nach diesem Auftritt hat die Suche nach einem Nachfolger für Kovac keine Dringlichkeit mehr und wird womöglich sogar eingestellt. Man mache bis auf Weiteres mit Flick weiter, teilte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge im Nachgang mit.

Die beiden anderen Schweizer Bundesliga-Trainer verbrachten einen erfreulicheren Samstag als Favre. Urs Fischer führte Union Berlin mit dem 3:2 in Mainz zum ersten Auswärtssieg in der 1. Bundesliga. Der Liga-Debütant kam zu seinem dritten Sieg in den letzten vier Runden. Der Schwede Sebastian Andersson mit zwei Toren und der Österreicher Christopher Trimmel mit drei Vorlagen waren in Mainz entscheidend und sorgten bis in die 51. Minute für die 3:0-Führung.

Erfolg für Martin Schmidt

Martin Schmidt kam mit Augsburg beim Schlusslicht Paderborn (1:0) zum zweiten Saisonsieg. Philipp Max erzielte kurz vor der Pause den einzigen Treffer, nachdem Klaus Gjasula, Bruder des früheren FCSG- und FCB-Spielmachers Jürgen Gjasula, in der Startphase für Paderborn einen Penalty verschossen hatte.

Erster Verfolger von Tabellenführer Mönchengladbach, der erst am Sonntag gegen Bremen spielt, ist Leipzig. Die Mannschaft von Julian Nagelsmann gewann bei Hertha Berlin nach einem 0:1-Rückstand mit 4:2. Timo Werner trug seine Saisontreffer zehn und elf zum Erfolg bei. Vor dem 4:2 hatten die Leipziger in der Meisterschaft Mainz 8:0 und im Cup Wolfsburg mit 6:1 geschlagen.

Schalke 04 verpasste den Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf trotz dreimaliger Führung. Der 32-jährige Rouwen Hennings schlug für die Gäste dreimal zurück, zuletzt in der 85. Minute. Hennings ist hinter Robert Lewandowski und Timo Werner mit neun Toren die Nummer 3 in der Torschützenliste.

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