Super League

Basel vermasselt St. Gallen Europa League

Alles drehte sich um Marco Streller bei dessen Abschiedsspiel

Alles drehte sich um Marco Streller bei dessen Abschiedsspiel

Der FC St. Gallen glaubte schon an die Europa League - und kann bei der Meister-Party des FC Basel doch nicht mitfeiern. Die 3:4-Niederlage reicht nicht für die Europa League, weil Luzern 3:0 gewinnt.

Bei den Baslern stand alles im Zeichen von Marco Streller, der sogar von seiner 99-jährigen Oma auf der Tribüne unterstützt wurde. Sie und 33'304 Zuschauer sahen denn auch, wie der Leitwolf in der 17. Minute mit dem 1:0 sein 200. Tor in einem FCB-Pflichtspiel erzielte und sich in der 82. Minute, begleitet von einem riesigen Feuerwerk, endgültig verabschiedete.

Da stand es noch 3:3, was den Ostschweizern zu Rang 5 gereicht hätte, wenn Basel im Cupfinal Sion schlagen würde. Doch ausgerechnet Albian Ajeti, der für Streller aufs Feld kam, erzielte in der 87. Minute das 4:3 für den Meister, der damit erstmals in diesem Jahr in der Super League St. Gallen bezwingen konnte.

Wegen der Tordifferenz (plus 8 gegenüber minus 8) hat sich der FC Luzern auf Rang 5 verbessert. Dario Lezcano (2) und Claudio Lustenberger erzielten die Treffer zum 3:0 gegen Cupfinalist Sion.

Ein Torfestival sahen die 11'967 Zuschauer auf dem Letzigrund: Der FC Zürich, der seit letztem Oktober (3:0 gegen Vaduz) kein Heimspiel mehr gewinnen konnte, lag schon nach einer halben Stunde mit 3:2 in Führung. Yoric Ravet erzielte mit seinem zweiten Tor praktisch mit dem Pausenpfiff für die Grasshoppers das 3:3. Doch mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend zum 4:3 sicherte Amine Chermiti in der 73. Minute der Mannschaft von Urs Meier Rang 3, der eventuell direkt für die Gruppenphase der Europa League reichen kann. Und erstmals seit der Saison 1997/98 hat ein Stadtrivale wieder sämtliche Meisterschaftsspiele für sich entscheiden können (damals GC).

Schützenhilfe erhielt der FCZ ausgerechnet von Absteiger Aarau. Im letzten Spiel von Trainer Raimondo Ponte siegten die Brügglifelder gegen den FC Thun 3:2 dank Toren von Dante Senger (2) und Luca Radice. Damit fielen die Berner Oberländer auf Rang 4 zurück.

Vizemeister Young Boys drehte daheim gegen den FC Vaduz innerhalb von zwei Minuten vor 16'082 Zuschauern dank Milan Gajic und Renato Steffen (65./67.) einen 0:1-Rückstand in einen 2:1-Triumph.

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