WM-Qualifikation
Barnetta zum Traumtor: «Ich habe das im Training oft geübt»

Die Schweiz gewinnt in Island 2:0 und bleibt damit in der Gruppe E an der Tabellenspitze. Den Sieg eingeleitet hat Tranquillo Barnetta mit einem Gewaltsschuss in der 65. Minute. Das war kein Zufall, Barnetta hat geübt.

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Tranquillo Barnetta zeigte der Schweiz den Weg zum Sieg

Tranquillo Barnetta zeigte der Schweiz den Weg zum Sieg

Keystone

Nach dem Spiel waren die Spieler hoch zufrieden. Und auch «Stinkefinger» Ottmar Hitzfeld gab sich gelassen. Hier die Reaktionen:

Tranquillo Barnetta: «Es freut mich für die Mannschaft, dass ich mit dem 1:0 den Grundstein für den Sieg legen konnte. Dass ich den Ball so getroffen habe, freut mich. Ich habe dies im Training oftmals geübt. Es war ein hektisches Spiel. Wir haben einige Fehler gemacht, aber kühlen Kopf behalten. Wir wahrten Geduld.»

Diego Benaglio: «Wir zeigten über weite Phasen ein gutes Spiel. Ich kann gute Leistungen bringen, weil ich mich in diesem Team wohlfühle. Die zweite Gelbe Karte ist ärgerlich - und eigentlich unverständlich. Ich will aber nicht wieder den Schiedsrichter tadeln. In Zypern werde ich gut vertreten sein.»

Ottmar Hitzfeld: «Wenn man zwei Tore auswärts schiesst, ist das stets eine besondere Leistung. Jetzt haben wir eine gute Ausgangslage für die WM.»

EM-Qualifikation Island - Schweiz
10 Bilder
Eggert Gunnthor Jonsson und Xherdan Shaqiri
Rurik Gislason und Ricardo Rodriguez kämpfen um den Ball
Johan Djourou steigt in die Luft
Die Freude der Schweizer nach dem ersten Tor
Der irische Schiedsrichter Alan Kelly zeigt dem Isländer Eggert Gunnthor Jonsson die gelbe Karte
Diego Benaglio fängt den Ball sicher
Tranquillo Barnetta zeigte der Schweiz den Weg zum Sieg
Mario Gavranovic (rechts) schoss dann in der 79. Minute das zweite Goal für die Schweiz.
Und auch die Fans waren total aus dem Häuschen

EM-Qualifikation Island - Schweiz

Keystone

Tatsächlich: Die nackten Zahlen sehen nun super aus: Nach vier Spielen stehen zehn Punkte auf dem Konto. Das ist gut, hervorragend gar, der beste Start in eine Qualifikation für ein grosses Turnier seit 1994, damals hatten aus vier Partien gegen Schweden, Island, die Türkei und Griechenland ebenfalls drei Siege und ein Unentschieden resultiert. Aber er darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Schweiz noch viel Steigerungspotenzial hat. Dafür war die erste Halbzeit in Reykjavik bester Beweis.