Es ist kein Geheimnis, dass die grossen Vereine Europas an Titel gemessen werden. Beim FC Barcelona genügt es allerdings nicht mehr einfach nur, wenn Ende der Saison neue Silberware präsentiert werden kann. Bei den Katalanen zählen längst nur noch höchste Titelehren. So gewann das Team von Ernesto Valverde im vergangenen Jahr zum 25. Mal die spanische Meisterschaft und kürte sich zudem zum 30. Mal zum Cupsieger- und dennoch waren nicht alle restlos zufrieden. Der Grund: Nicht Barcelona, sondern Erzrivale Real Madrid siegte in der Champions League.

Seit Barcelonas letztem Triumph in der Königsklasse 2015 bedeuteten die Viertelfinals stets Endstation. Seinen Höhepunkt fand der Barça-Albtraum in der Champions League vergangenes Jahr, als gegen die AS Roma ein 4:1-Vorsprung aus dem Hinspiel auswärts im Rückspiel (0:3) nicht genügte. Für einen Klub von der Grössenordnung des FC Barcelona eine unvergleichbare Schmach. Gegen Manchester United soll das Trauma ein Ende finden. Die Engländer waren in der Königsklasse zuletzt ein gern gesehener Gegner für Barcelona. Sowohl 2009 als auch 2011 waren die Finalsiege gegen die United gleichbedeutend mit dem Gewinn des Henkelpotts.

Im Final könnte es für Messi und Co. zu einem Wiedersehen mit einem alten Rivalen kommen: Cristiano Ronaldo. Der Portugiese, der zuletzt Real Madrid zu drei Champions-League-Triumphen in Serie geschossen hat, will dieses Jahr mit 34 Jahren mit Juventus Turin den Erfolg wiederholen. Die Italiener haben allein für die Verpflichtung von Ronaldo 110 Millionen Euro ausgegeben - mit dem Ziel, zum ersten Mal seit 23 Jahren wieder die Königsklasse zu gewinnen. Ronaldo führte Juventus im Achtelfinal-Rückspiel gegen Atlético Madrid dank drei Toren zur Wende. Im Viertelfinal trifft Ronaldo auf Ajax Amsterdam, den Klub also, der seine alte Liebe Real überraschend aus dem Wettbewerb befördert hat.